Deutschschweizer Tristesse
Vergleichen lässt sich dieses Werk gut mit dem nahen Sertigbach, der mal leise als Ort der Freude, mal laut als Mahnung in der Nacht als Motiv verwendet wird. "Wildboden" zeichnet eindrucksvoll die wechselhafte Beziehung zwischen Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling in den schweizer Alpen auf dem Wildboden.
Eine solch beeindruckende Beschreibung einer Beziehung und des alltäglichen, bäuerlichen Lebens, habe ich noch nie gelesen und hat mich nachdenklich zurück gelassen. Auch wenn die Motive und die Protagonisten ähnliche Gewohnheiten pflegen, und sich die inhaltlichen Schwerpunkte zu wiederholen scheinen, schafft es Lieb' einen Spannung zu erzeugen, die mich nicht mehr los gelassen hat. Auch die frühe Begleitungen in die Gedankenwelt vergangener Tage, insbesondere Ernas Jugend, sowie einer Rückblende nach Moritzburg bei Dresden hat mir dabei sehr gefallen. Lieb' schafft es dabei die Figuren nahbar wirken zu lassen, und die schon früh erkennbaren Züge bis zur Tragödie weiter auszubauen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, jedoch insbesondere zum Ende fast in zu viele einzelne Kapitel unterteilt. Der Roman ermöglicht Einblicke, sowohl in die Auseinandersetzung von Kunst und der (politischen) Umwelt, hier die NS-Zeit, als auch in die Beziehung von Kirchner und Schill, in wortgewaltiger Form.
Das Cover spiegelt dabei die Stimmung des Roman gut wieder, kann die Notwendigkeit eines Blicks auf die Werke Kirchners selbstverständlich nicht ersetzen.
Eine solch beeindruckende Beschreibung einer Beziehung und des alltäglichen, bäuerlichen Lebens, habe ich noch nie gelesen und hat mich nachdenklich zurück gelassen. Auch wenn die Motive und die Protagonisten ähnliche Gewohnheiten pflegen, und sich die inhaltlichen Schwerpunkte zu wiederholen scheinen, schafft es Lieb' einen Spannung zu erzeugen, die mich nicht mehr los gelassen hat. Auch die frühe Begleitungen in die Gedankenwelt vergangener Tage, insbesondere Ernas Jugend, sowie einer Rückblende nach Moritzburg bei Dresden hat mir dabei sehr gefallen. Lieb' schafft es dabei die Figuren nahbar wirken zu lassen, und die schon früh erkennbaren Züge bis zur Tragödie weiter auszubauen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, jedoch insbesondere zum Ende fast in zu viele einzelne Kapitel unterteilt. Der Roman ermöglicht Einblicke, sowohl in die Auseinandersetzung von Kunst und der (politischen) Umwelt, hier die NS-Zeit, als auch in die Beziehung von Kirchner und Schill, in wortgewaltiger Form.
Das Cover spiegelt dabei die Stimmung des Roman gut wieder, kann die Notwendigkeit eines Blicks auf die Werke Kirchners selbstverständlich nicht ersetzen.