Düster und bildgewaltig
»Wildboden« erzählt sehr bildhaft von den letzten Jahren des Zusammenlebens Erna Schillings mit dem Maler Ernst Ludwig Kirchner in den Schweizer Bergen in den 30er Jahren.
Das Cover ist in wunderschönen Farben gestaltet und auf jeden Fall ein Blickfang. Sehr spannend ist die in der Literatur selten zu findende Perspektive der oft im Schatten stehenden Partnerin von Künstlern, die gleichzeitig auf stille Weise in hohem Maße zum Erfolg mit beitragen. Zwar erfährt man einiges über Kirchner und sein Kunstverständnis, vorrangig geht es jedoch um die Perspektive von Erna Schilling, die einerseits unter seiner Exzentrik, Morphiumsucht und psychischem Verfall leidet, andererseits ihm gegenüber loyal und mit großer innerer Stärke zur Seite steht.
Wegen Kirchners depressiven Erkrankung und Morphiumsucht liest das Buch sich eher düster und beklemmend, wenngleich es in das idyllische Setting der Schweizer Berge eingebettet ist. Es ist gut recherchiert anhand eines umfangreichen Briefwechsels von Kirchner und Schilling. Historisch ist es angesiedelt in die Zeit der 30er Jahre, als Kirchners Werke als "entartete Kunst " diffamiert wurde. Für mich hat es nochmal einen spannenden Einblick in die Künstlerehe und das Leben von Kirchner gegeben.
Fazit: Ein bildgewaltiger Roman für Kunstinteressierte, der eine interessante Perspektive auf die Frau hinter dem Künstler Kirchner und das Zusammenleben der beiden eröffnet. Mir war er stellenweise etwas zu düster.
Das Cover ist in wunderschönen Farben gestaltet und auf jeden Fall ein Blickfang. Sehr spannend ist die in der Literatur selten zu findende Perspektive der oft im Schatten stehenden Partnerin von Künstlern, die gleichzeitig auf stille Weise in hohem Maße zum Erfolg mit beitragen. Zwar erfährt man einiges über Kirchner und sein Kunstverständnis, vorrangig geht es jedoch um die Perspektive von Erna Schilling, die einerseits unter seiner Exzentrik, Morphiumsucht und psychischem Verfall leidet, andererseits ihm gegenüber loyal und mit großer innerer Stärke zur Seite steht.
Wegen Kirchners depressiven Erkrankung und Morphiumsucht liest das Buch sich eher düster und beklemmend, wenngleich es in das idyllische Setting der Schweizer Berge eingebettet ist. Es ist gut recherchiert anhand eines umfangreichen Briefwechsels von Kirchner und Schilling. Historisch ist es angesiedelt in die Zeit der 30er Jahre, als Kirchners Werke als "entartete Kunst " diffamiert wurde. Für mich hat es nochmal einen spannenden Einblick in die Künstlerehe und das Leben von Kirchner gegeben.
Fazit: Ein bildgewaltiger Roman für Kunstinteressierte, der eine interessante Perspektive auf die Frau hinter dem Künstler Kirchner und das Zusammenleben der beiden eröffnet. Mir war er stellenweise etwas zu düster.