Düster und spröde

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
reimon Avatar

Von

Die Liebesgeschichte der Erna Schilling und des Malers Ernst Ludwig Kirchner in einem abgeschiedenen Dorf in den Schweizer Alpen handelt 1936, also während einer Zeit, in der die Politik in Deutschland bereits dunkle Schatten wirft. Das klingt nach einem interessanten Plot. Auch das schöne Cover des Buchs hat mich angesprochen.
Überzeugt hat mich der Roman leider nicht. Die Personen sind mir gar nicht nahegegangen und das hat mir das Lesen zäh erscheinen lassen. Den Erzählstil würde ich als spröde bezeichnen. Vielleicht hat mich auch die melancholische Stimmung des Erstlingsromans von Constantin Lieb bedrückt. Es geht sehr stark um die Krankheit des Malers, seine Abhängigkeiten und natürlich um den drohenden Zweiten Weltkrieg. Natürlich habe ich da keine fröhliche, „leichte“ Geschichte erwartet. Aber leider wird das Buch erst einmal auf dem „Nicht-fertig-Gelesenes-Stapel“ landen. Vielleicht habe ich es ja auch zur falschen Zeit in die Hände bekommen.