Ergreifend
1936 leben der Maler Ernst Ludwig Kirchner und seine Partnerin Erna Schilling in Frauenkirch in der Schweiz. Aus der Ferne erleben sie den Aufstieg der Nationalsozialisten. Schilling und Kirchner leiden darunter, aber sie leiden auch wegen einander. Kirchners Sucht und sein Charakter bestimmen das Leben von Erna, bis sie zuletzt zu einem dramatischen Ende finden.
Inzwischen gibt es einige Romane über Künstler und ihre "Musen", über herabwürdigende und menschenverachtende Verhaltensweisen der Künstler gegenüber den Frauen an ihrer Seite. Und Romane in denen der Nationalsozialismus eine Rolle spielt gibt es auch einige, die zwar interessant, aber nicht spannend sind. Deswegen war ich schon zu Beginn etwas ernüchtert und habe mir nicht allzuviel erwartet. Die Erzählung hat mich dann überraschend gepackt.
Die Beschreibungen sind einerseits sachlich, aber auch sehr berührend. Die Dynamik zwischen den Beiden, auch vorallem der Sucht wegen, wird langsam sichtbar und die Zusammenhänge verständlich. Erna ist die eigentliche Hauptfigur für mich. Ihr Denken und Fühlen nimmt einen großen Teil der Erzählung ein. Sie ist Diejenige, mit der ich als Lesende Mitgefühl entwickelt habe.
Es ist spannend, wie der Autor die eigentliche Geschichte als Rückblende einbaut, so wird das Vergangene irgendwie noch realer. Die Erzählung ist sehr klar aufgebaut und das Buch schnell gelesen. Es war mir zu keiner Zeit lang.
Die Bezüge zum Nationalsozialismus werden ansatzweise dargestellt. Sie fügen sich nahtlos in die Erzählung und bilden den Rahmen, in dem das Handeln der Charaktere auch noch anders eingeordnet werden kann. Auch wenn Erna die Sympathie gilt, so wird die Komplexität der anderen Charaktere deutlich.
Nach der spannenden Erzählung, hat mich das Ende tief beeindruckt. Das Drama kommt sehr sachlich daher und trifft doch mit voller Wucht.
Inzwischen gibt es einige Romane über Künstler und ihre "Musen", über herabwürdigende und menschenverachtende Verhaltensweisen der Künstler gegenüber den Frauen an ihrer Seite. Und Romane in denen der Nationalsozialismus eine Rolle spielt gibt es auch einige, die zwar interessant, aber nicht spannend sind. Deswegen war ich schon zu Beginn etwas ernüchtert und habe mir nicht allzuviel erwartet. Die Erzählung hat mich dann überraschend gepackt.
Die Beschreibungen sind einerseits sachlich, aber auch sehr berührend. Die Dynamik zwischen den Beiden, auch vorallem der Sucht wegen, wird langsam sichtbar und die Zusammenhänge verständlich. Erna ist die eigentliche Hauptfigur für mich. Ihr Denken und Fühlen nimmt einen großen Teil der Erzählung ein. Sie ist Diejenige, mit der ich als Lesende Mitgefühl entwickelt habe.
Es ist spannend, wie der Autor die eigentliche Geschichte als Rückblende einbaut, so wird das Vergangene irgendwie noch realer. Die Erzählung ist sehr klar aufgebaut und das Buch schnell gelesen. Es war mir zu keiner Zeit lang.
Die Bezüge zum Nationalsozialismus werden ansatzweise dargestellt. Sie fügen sich nahtlos in die Erzählung und bilden den Rahmen, in dem das Handeln der Charaktere auch noch anders eingeordnet werden kann. Auch wenn Erna die Sympathie gilt, so wird die Komplexität der anderen Charaktere deutlich.
Nach der spannenden Erzählung, hat mich das Ende tief beeindruckt. Das Drama kommt sehr sachlich daher und trifft doch mit voller Wucht.