Ernas Version
Ein Paar, das nicht heiraten darf. Werke eines Künstlers, die verboten werden. Und ein folgenschwerer Tag. Das ist die Situation in „Wildboden“.
1937 leben Künstler Ernst Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling in Frauenkirch auf den Anwesen Wildboden. Ernsts Werke sind durch die Nazis verboten wurden, eine Hochzeit nicht möglich. Hinzukommt Kirchners Kampf gegen das Morphium…
Das Buch begann etwas holprig. Ich musste mich an die ungewöhnliche, poetische Sprache, die gerade zu Anfang viel Raum einnahm, gewöhnen. Gerade als anfangs wenig passierte, war das nicht einfach. Mit dem Verlauf der Geschichte konnte ich mich jedoch eher auf die Handlung fokussieren.
Das Buch hat viel zu sagen. Anhand alter Tagebücher und Dokumente wird berichtet, wie es Kirchner in der Zeit der Ablehnung ging. Exemplarisch dafür sind die rekonstruierten Gespräche mit alten Bekannten, etwa seinem Bruder, oder den Fakt, dass er Erna nicht heiraten darf. Hier sehe ich fein versteckt nicht nur Verzweiflung, sondern auch die Ungerechtigkeit, die damals herrschte und nicht geäußert werden durfte.
Die Verzweiflung zieht sich quasi durch den Roman und gipfelt in der Tragödie. Ich finde es interessant, wie Ernas Gefühle im Bezug auf das Geschehene dargelegt werden. Statt dem Kopf in den Sand zu stecken, möchte sie, das Ernsts Arbeit geschätzt wird. Genau das macht den Roman für mich aus: die mit dem Geschehenen verbundenen Gefühle und daraus resultierenden Handlungen. Auch wenn diese nicht vollkommen erklärt werden können und manches unklar bleibt, ist es für mich insgesamt eine gelungene Darstellung des Geschehenen . Ich empfehle ihn jeden, der sich im Bezug auf verbotene Kunst einen Roman wünscht. Von mir gibt es vier Sterne.
1937 leben Künstler Ernst Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling in Frauenkirch auf den Anwesen Wildboden. Ernsts Werke sind durch die Nazis verboten wurden, eine Hochzeit nicht möglich. Hinzukommt Kirchners Kampf gegen das Morphium…
Das Buch begann etwas holprig. Ich musste mich an die ungewöhnliche, poetische Sprache, die gerade zu Anfang viel Raum einnahm, gewöhnen. Gerade als anfangs wenig passierte, war das nicht einfach. Mit dem Verlauf der Geschichte konnte ich mich jedoch eher auf die Handlung fokussieren.
Das Buch hat viel zu sagen. Anhand alter Tagebücher und Dokumente wird berichtet, wie es Kirchner in der Zeit der Ablehnung ging. Exemplarisch dafür sind die rekonstruierten Gespräche mit alten Bekannten, etwa seinem Bruder, oder den Fakt, dass er Erna nicht heiraten darf. Hier sehe ich fein versteckt nicht nur Verzweiflung, sondern auch die Ungerechtigkeit, die damals herrschte und nicht geäußert werden durfte.
Die Verzweiflung zieht sich quasi durch den Roman und gipfelt in der Tragödie. Ich finde es interessant, wie Ernas Gefühle im Bezug auf das Geschehene dargelegt werden. Statt dem Kopf in den Sand zu stecken, möchte sie, das Ernsts Arbeit geschätzt wird. Genau das macht den Roman für mich aus: die mit dem Geschehenen verbundenen Gefühle und daraus resultierenden Handlungen. Auch wenn diese nicht vollkommen erklärt werden können und manches unklar bleibt, ist es für mich insgesamt eine gelungene Darstellung des Geschehenen . Ich empfehle ihn jeden, der sich im Bezug auf verbotene Kunst einen Roman wünscht. Von mir gibt es vier Sterne.