Fesselnd und bedrückend

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liberlotte Avatar

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Schon immer hatte ich einen Faible für die Expressionisten, besonders die deutschen Künstler haben es mir angetan. Aber wahrscheinlich sollte man lieber ihre Bilder betrachten und auf sich wirken lassen, als sich mit ihrer Lebensgeschichte befassen. Constantin Lieb beschreibt eindrücklich die Morphiumsucht von Ernst Ludwig Kirchner, die auch seiner Lebensgefährtin und Muse Erna Schilling nicht in diesem Ausmaß bekannt war. Aber eigentlich handelt das Buch von Erna und ihrem Verhältnis zum Künstler. Die Beschreibung dieses Lebens in Selbstaufgabe ist schwer auszuhalten und als moderne Frau fragt man sich, warum sie nicht aus diesem Leben ausbricht. Aber sie hat ihr Leben dem Künstler gewidmet und kann einfach nicht aus ihrer Haut. Selbst der Selbstmord von Ernst Ludwig Kirchner befreit sie nicht, stattdessen widmet sie sich seinem Nachlass und nicht nur dem materiellem.