Geht unter die Haut...
Wildboden ist einer dieser Romane, der einen nicht zur Ruhe kommen lassen. Die immer weiter gelesen werden wollen. Die auch nach der letzten Seite die Gedanken und Gefühle weiter beschäftigen.
Die Geschichte über E.L. Kirchner und seine "Kameradin" Erna Schilling, ihre Lebensrealität und die Dynamik ihrer Beziehung, wäre kaum auszuhalten, wäre da nicht die sprachliche Eleganz, mit der Constantin Lieb sie nachzeichnet. Behutsam und gleichzeitig schonungslos fächert der Autor die bedrückenden und bedrohlichen Zustände auf, der das Künstlerpaar ausgesetzt war. Verursacht einerseits durch die Diffamierung während der nationalsozialistischen Machtergreifung und andererseits durch Drogenkonsum und Depressionen. All das schildert Lieb derart überzeugend authentisch aus der Perspektive Ernas, als wäre er selbst dabei gewesen.
Das Leben und Wirken Kirchners und Schillings waren mir vor der Lektüre des Buches nicht näher bekannt, dennoch zog mich ihre Geschichte in den Bann und die Zusammenhänge sowie der Handlungsstrang waren zu jeder Zeit nachvollziehbar. Auch der künstlerische Stil Kirchners wurde durch die Beschreibung greifbar, die Werke tauchten beim Lesen nahbar vor dem geistigen Auge auf, als würde man sie selbst sehen.
Allen, die sich für Kunst oder besondere Biographien interessieren, kann ich dieses Werk empfehlen!
Die Geschichte über E.L. Kirchner und seine "Kameradin" Erna Schilling, ihre Lebensrealität und die Dynamik ihrer Beziehung, wäre kaum auszuhalten, wäre da nicht die sprachliche Eleganz, mit der Constantin Lieb sie nachzeichnet. Behutsam und gleichzeitig schonungslos fächert der Autor die bedrückenden und bedrohlichen Zustände auf, der das Künstlerpaar ausgesetzt war. Verursacht einerseits durch die Diffamierung während der nationalsozialistischen Machtergreifung und andererseits durch Drogenkonsum und Depressionen. All das schildert Lieb derart überzeugend authentisch aus der Perspektive Ernas, als wäre er selbst dabei gewesen.
Das Leben und Wirken Kirchners und Schillings waren mir vor der Lektüre des Buches nicht näher bekannt, dennoch zog mich ihre Geschichte in den Bann und die Zusammenhänge sowie der Handlungsstrang waren zu jeder Zeit nachvollziehbar. Auch der künstlerische Stil Kirchners wurde durch die Beschreibung greifbar, die Werke tauchten beim Lesen nahbar vor dem geistigen Auge auf, als würde man sie selbst sehen.
Allen, die sich für Kunst oder besondere Biographien interessieren, kann ich dieses Werk empfehlen!