Literarisch anspruchsvoll
"Wildboden" ist der erste Roman von Constantin Lieb, der sich bereits als Drehbuchautor einen Namen gemacht hat. Der Roman ist in drei Teile verfasst und beschreibt vorwiegend das Leben der Lebensgefährtin von dem berühmten Maler Ernst Ludwig Kirchner, Erna Schilling, wie sie mit ihren inneren Dämonen und der Morphiumsucht von Kirchner zu kämpfen hat. Zudem machen die politischen Umstände und das Schweizer Dorf Frauenkirch es ihr schwer, ihren eigenen Lebensweg zu finden.
Der Roman wird zu Beginn nicht aus der Sicht eines Erzählers oder aus einer Perspektive der beiden Protagonisten gewählt, sondern eher wie von einem stillen Beobachter in der dritten Person Singular. Auch die letzten Seiten enden in dieser Schreibweise, die mich ein wenig an Erich Kästner oder ein Theaterstück erinnert haben. Das deutet auf den beruflichen Werdegang des Autors hin, der es versteht, mit einer solch malerischen und literarisch anspruchsvollen Sprache den Leser in den Bann zu ziehen.
Das Cover ist im Stil des Malers Kirchner angelehnt und zeigt das Zimmer, in dem sich Erna Schilling wohlgefühlt hat. Dies war ihr Rückzugsort, der ihr Halt gab. Denn sie rang jahrelang um die Liebe und Anerkennung eines Mannes, der im Grunde längst verloren war.
Fazit: Ein bewegender Roman, der zum Nachdenken anregt und der mit seiner bild- und lebhaften Sprache zu einem der besten Romane des Jahres werden könnte. Die Zusammenarbeit mit Dominik Graf scheint erneut im Gang zu sein, denn im Jahr 2028 erscheint der gleichnamige Film zum Roman.
Der Roman wird zu Beginn nicht aus der Sicht eines Erzählers oder aus einer Perspektive der beiden Protagonisten gewählt, sondern eher wie von einem stillen Beobachter in der dritten Person Singular. Auch die letzten Seiten enden in dieser Schreibweise, die mich ein wenig an Erich Kästner oder ein Theaterstück erinnert haben. Das deutet auf den beruflichen Werdegang des Autors hin, der es versteht, mit einer solch malerischen und literarisch anspruchsvollen Sprache den Leser in den Bann zu ziehen.
Das Cover ist im Stil des Malers Kirchner angelehnt und zeigt das Zimmer, in dem sich Erna Schilling wohlgefühlt hat. Dies war ihr Rückzugsort, der ihr Halt gab. Denn sie rang jahrelang um die Liebe und Anerkennung eines Mannes, der im Grunde längst verloren war.
Fazit: Ein bewegender Roman, der zum Nachdenken anregt und der mit seiner bild- und lebhaften Sprache zu einem der besten Romane des Jahres werden könnte. Die Zusammenarbeit mit Dominik Graf scheint erneut im Gang zu sein, denn im Jahr 2028 erscheint der gleichnamige Film zum Roman.