Sehr gut geschrieben
Wildboden gehört zur Stadt Davos in der Schweiz. In diesem Gebiet befand sich der Künstler Ernst Ludwig Kirchner mit seiner Lebensgefährtin Erna, während der Zeit des Nationalsozialismus, im Exil. In einer sehr ländlich und ruhig gelegenen Hütte lässt Kirchner neben Gemälden, auch Auftragsarbeiten in Form von Skulpturen entstehen. Er leidet sehr darunter, das seine Kunst in Deutschland als entartet eingestuft wird. Der Künstler wird in diesem Roman nicht als sympathisch dargestellt, ein Suchtkranker Mensch, der in erster Linie sich und seine Kunst in den Mittelpunkt stellt. Seine Lebensgefährtin Erna, die viele Jahre treu an seiner Seite steht, bleibt aus Liebe bei ihm und versucht ihn, in jeglicher Hinsicht zu unterstützen. Insgesamt also ein Roman, der eher eine bedrückende und deprimierende Geschichte behandelt. Aber, das hat der Autor Constantin Lieb sehr gut hinbekommen. Der Roman wird an keiner Stelle langweilig, hier findet man sogar einen Spannungsaufbau. Ich bin absolut begeistert von dem Schreibstil und kann dieses Buch nur empfehlen.