Berührend
Der Text berührt tief und nachhaltig. Bereits die ersten Zeilen zeichnen ein eindringliches Bild vom körperlichen und geistigen Zerfall eines Menschen am Ende seines Lebens – ein Bild, das nicht kalt oder distanziert wirkt, sondern zutiefst menschlich und zärtlich. Die Ich-Erzählung eines sterbenden Mannes an seine Partnerin Hannah ist durchzogen von Melancholie, einer fast poetischen Klarheit über das Sterben und das Vergehen der Zeit. Der Rückzug aus der Welt, der Verlust von Sprache und Erinnerung, die fragmentierende Wahrnehmung von Zeit und Realität – all das wird mit einer sprachlichen Feinfühligkeit beschrieben, die die Leser*innen unweigerlich mitnimmt.