Bitterkeit im Tau

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wortteufel Avatar

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Ich glaube nicht, dass „Wilder Honig“ mein Buch wäre. Die Sprache ist ohne Zweifel fein und poetisch, fast meditativ – voller Sinnbilder und melancholischer Schönheit. Aber genau das ist es auch: sehr langsam, sehr introspektiv, sehr schwer. Es passiert auf den ersten Seiten emotional viel, aber erzählerisch wenig. Die Trauer wird eindringlich geschildert, aber ich spüre wenig Zug nach vorne, kein Echo, das mich ruft. Ich habe Respekt für diese Art von Text, aber ich würde wohl innerlich aussteigen, lange bevor sich die Geschichte entfaltet. Die Sprache ist nicht ungeschickt – nur eben nicht meine.