Wohltuend wie Honig
Schon nach den ersten Seiten war ich völlig eingenommen von der stillen Kraft dieser Geschichte. Die Trauer um den Verstorbenen ist spürbar, ohne jemals kitschig zu wirken – Caryl Lewis schreibt in einer Sprache, die klar und gleichzeitig fast poetisch ist. Besonders Hannahs Schmerz ist so einfühlsam beschrieben, dass man sofort mit ihr fühlt. Das Setting im Dorf, die alten Traditionen und natürlich die geheimnisvollen Briefe und Bienen geben der Geschichte eine ganz besondere Tiefe. Ich fand die Szene mit den abgedeckten Bienenstöcken unglaublich berührend – so leise, so symbolisch. Auch das Cover trifft die Stimmung perfekt: melancholisch, aber mit einem Hauch von Hoffnung. Eine zarte, tiefgründige Geschichte, die nachwirkt und neugierig macht auf das Geheimnis, das sich entfalten wird.