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Inspirierendes Sachbuch

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regenprinz Avatar

Von

Kari Leibowitz ist promovierte Psychologin und bietet mit diesem Sachbuch nicht nur einen guten Einblick in unser sogenanntes Winter-Mindset und ihre Forschungsergebnisse dazu, sondern auch viele Anregungen, dem Winter neu zu begegnen.

Alles liest sich leicht verständlich. Die wesentlichen Punkte wiederholen sich mitunter, aber das hat mich zu keiner Zeit gestört, sondern führte eher dazu, dass sich manche Erkenntnis tiefer einprägte. Die Strategien, wie wir unsere Denkweise ändern können oder z.B. mit Hilfe kleiner Rituale die dunklen Seiten des Winters aufhellen können, sind nicht kompliziert und es gibt so viele Vorschläge und Anknüpfungspunkte, dass hier jeder Lesende etwas finden kann, das sich im eigenen Alltag umsetzen lässt. Dabei reichen die Veränderungen oft über das Thema hinaus, denn was wir in Bezug auf unsere Einstellung bzw. unser Erleben des Winters neu angehen, lässt sich ebenso auf andere Bereiche übertragen.

Schön fand ich die Mischung aus persönlicher Geschichte der Autorin und den Menschen, die sie bei ihrem Aufenthalt in Norwegen oder auch anderen Reisen getroffen und befragt hat, sowie den länderspezifischen Details, und dem theoretischen psychologischen Hintergrundwissen. In dieser Hinsicht empfand ich das Buch als echte Inspirationsquelle! Manches, das erwähnt wird, verlockte mich sehr, noch mehr erfahren zu wollen, z.B. über Tricia Hersey. Generell fand ich es wohltuend, dass die positiven Aspekte von Entschleunigung im Leben sich mit dem Winter bestens kombinieren lassen.

Am Ende des Buches geht die Autorin noch auf die Klimaveränderungen ein und wie diese den Winter bedrohen, zum Schaden der Tiere und Menschen, deren Infrastruktur bisher gut an die kalte Jahreszeit angepasst war. Nach all den Kapiteln zuvor, in denen mir beim Lesen der Winter immer sympathischer wurde, hoffe ich, dass sich diese bedrückende Entwicklung noch irgendwie stoppen lässt.