das Datingleben voller kleiner und großer Demütigungen

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die.lese.anna Avatar

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Die Geschichte von Henri klingt nach einer ebenso witzigen wie nachdenklichen Auseinandersetzung mit dem Älterwerden, mit verpassten Chancen und dem Gefühl, irgendwo zwischen „Es geht schon noch“ und „So habe ich mir das nicht vorgestellt“ festzustecken. Besonders spannend finde ich, dass hier ein männlicher Protagonist im Mittelpunkt steht, der sich mit den sogenannten Wechseljahren auseinandersetzen muss – ein Thema, das oft belächelt oder tabuisiert wird, obwohl es viele betrifft.

Henris Lebenssituation wirkt dabei sehr lebensnah: eine gescheiterte Ehe, eine beendete Affäre, das Datingleben voller kleiner und großer Demütigungen und dann noch die ernüchternde Diagnose vom Hausarzt. Gerade diese Mischung aus Selbstironie, Verletzlichkeit und dem Wunsch, noch nicht „abgeschrieben“ zu sein, macht die Geschichte für mich besonders reizvoll. Die Begegnung mit Emily und die Dynamik zwischen Coaching, Hoffnung und unerfüllten Erwartungen verspricht zudem viele humorvolle, aber auch ehrliche Momente.