Humor am Rand des Älterwerdens

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bua1705 Avatar

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Der Roman eröffnet mit einer wunderbar selbstironischen, warmherzigen Erzählstimme, die sofort Nähe schafft. Henri stolpert durch ein Date, das gleichzeitig komisch, schmerzhaft und entlarvend ist — ein kleines gesellschaftliches Panoptikum moderner Datingkultur, in dem Peinlichkeit und Menschlichkeit Hand in Hand gehen. Die Szenen sind leichtfüßig erzählt, aber unter der Oberfläche liegt eine feine Melancholie über das Älterwerden, Selbstzweifel und die Frage, wie man sich in einer Welt behauptet, die ständig Jugend und Optimierung verlangt. Der Ton ist humorvoll, pointiert und voller liebevoller Beobachtungen; man liest weiter, weil man Henri versteht, manchmal über ihn lacht, aber vor allem mit ihm fühlt.