Herrlich amüsant
Wir Freitagsmänner von Hans-Gerd Raeth habe ich hauptsächlich gehört, großartig eingelesen von Christoph-Maria Herbst. Ich kann mir niemanden vorstellen, der Henris Geschichte besser vorlesen kann, es ist ein perfect Match.
Henri, 55, arbeitet in der Personalabteilung einer Zeitungsredaktion. Er lebt getrennt von seiner Frau, die beiden haben zwei erwachsene Kinder.
Henris Sohn Martin hat von seinem Urlaub in den rumänischen Karpaten einen Hund mitgebracht und ihn bei Henri gelassen, als er nach Amerika ausgewandert ist. Das ist mittlerweile fünf Jahre her und Henri und Bobby haben sich gut aufeinander eingespielt.
Nach einem Check-up erfährt Henri, dass er in den Wechseljahren ist (bei Männern Andropause genannt). Sein Arzt rät ihm zu Kraft- und Ausdauersport, gesunder Ernährung und dem völligen Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, außerdem verschreibt er ihm eine Reihe von Medikamenten.
Als Henri eines Abends per Zufall die Bekanntschaft der Psychologin Emily Laurent macht, ist es um ihn geschehen. Er will sie unbedingt wiedersehen, und gibt sich als ein potentieller Patient aus.
In der ersten Therapiestunde stellt er fest, dass er sich in seinem Leben an einem Freitag befindet (die Geburt und die frühe Kindheit war am Montag, das Ende des Lebens folgt am Sonntagabend).
Er rafft sich zu einer Probestunde im Fitnessstudio auf, und Emily bittet ihn, im Park einen Baum zu umarmen. Natürlich wird er dabei von seinem größten Konkurrenten um den Job des Chefredakteurs beobachtet. Dieser sucht einen Nachfolger, da er sich in Frührente verabschieden will. „Du hast einen Herzstammtisch? Ja. Unsere Gruppe heißt: Stent by Me. Und Stent ist so geschrieben, wie ich befürchte, dass es geschrieben ist?“ (S. 199)
Ich habe mit den Freitagsmännern und Christoph Maria Herbst sehr viel gelacht. Besonders die Stellen, an denen der rumänische Straßenhund erwähnt wird, haben es mir angetan:
„Obwohl mir klar ist, dass Bobby niemals eine Pfote auf amerikanischen Boden setzen wird, tut Martin immer noch so, als wäre das keineswegs eine beschlossene Sache. Er behauptet, dass sich sein neuer Hund Monty – ein putziger schneeweißer Terrier, knuffig, süß, anhänglich, fotogen und je nach Jahreszeit als Osterhase, Rentier oder Halloween-Hexe verkleidet – und Bobby schnell aneinander gewöhnen würden. Ich bin überzeugt davon, dass Bobby den knuffigen Monty im Garten verscharren würde, als eiserne Ration für schlechte Zeiten.“ (S. 93)
Oder Henris Gedanken über Sex damals und heute: „Wenn du damals diskret mit deiner Nachhilfelehrerin oder der Frau vom Pastor eine Affäre anfingst und die Sache aufflog, dann sah dein Leben schnell so aus wie dieses Gemälde von Hieronymus Bosch, wo splitternackte Sünder mit Trompeten im Hintern von Dämonen in die Hölle gezerrt werden.“ (S. 106)
Wir Freitagsmänner ist eine Komödie, über die ich mich herrlich amüsiert habe. Kurzweilig und unterhaltsam hat sie mich den Alltag und das Weltgeschehen für einige schöne Stunden vergessen lassen.
Henri, 55, arbeitet in der Personalabteilung einer Zeitungsredaktion. Er lebt getrennt von seiner Frau, die beiden haben zwei erwachsene Kinder.
Henris Sohn Martin hat von seinem Urlaub in den rumänischen Karpaten einen Hund mitgebracht und ihn bei Henri gelassen, als er nach Amerika ausgewandert ist. Das ist mittlerweile fünf Jahre her und Henri und Bobby haben sich gut aufeinander eingespielt.
Nach einem Check-up erfährt Henri, dass er in den Wechseljahren ist (bei Männern Andropause genannt). Sein Arzt rät ihm zu Kraft- und Ausdauersport, gesunder Ernährung und dem völligen Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, außerdem verschreibt er ihm eine Reihe von Medikamenten.
Als Henri eines Abends per Zufall die Bekanntschaft der Psychologin Emily Laurent macht, ist es um ihn geschehen. Er will sie unbedingt wiedersehen, und gibt sich als ein potentieller Patient aus.
In der ersten Therapiestunde stellt er fest, dass er sich in seinem Leben an einem Freitag befindet (die Geburt und die frühe Kindheit war am Montag, das Ende des Lebens folgt am Sonntagabend).
Er rafft sich zu einer Probestunde im Fitnessstudio auf, und Emily bittet ihn, im Park einen Baum zu umarmen. Natürlich wird er dabei von seinem größten Konkurrenten um den Job des Chefredakteurs beobachtet. Dieser sucht einen Nachfolger, da er sich in Frührente verabschieden will. „Du hast einen Herzstammtisch? Ja. Unsere Gruppe heißt: Stent by Me. Und Stent ist so geschrieben, wie ich befürchte, dass es geschrieben ist?“ (S. 199)
Ich habe mit den Freitagsmännern und Christoph Maria Herbst sehr viel gelacht. Besonders die Stellen, an denen der rumänische Straßenhund erwähnt wird, haben es mir angetan:
„Obwohl mir klar ist, dass Bobby niemals eine Pfote auf amerikanischen Boden setzen wird, tut Martin immer noch so, als wäre das keineswegs eine beschlossene Sache. Er behauptet, dass sich sein neuer Hund Monty – ein putziger schneeweißer Terrier, knuffig, süß, anhänglich, fotogen und je nach Jahreszeit als Osterhase, Rentier oder Halloween-Hexe verkleidet – und Bobby schnell aneinander gewöhnen würden. Ich bin überzeugt davon, dass Bobby den knuffigen Monty im Garten verscharren würde, als eiserne Ration für schlechte Zeiten.“ (S. 93)
Oder Henris Gedanken über Sex damals und heute: „Wenn du damals diskret mit deiner Nachhilfelehrerin oder der Frau vom Pastor eine Affäre anfingst und die Sache aufflog, dann sah dein Leben schnell so aus wie dieses Gemälde von Hieronymus Bosch, wo splitternackte Sünder mit Trompeten im Hintern von Dämonen in die Hölle gezerrt werden.“ (S. 106)
Wir Freitagsmänner ist eine Komödie, über die ich mich herrlich amüsiert habe. Kurzweilig und unterhaltsam hat sie mich den Alltag und das Weltgeschehen für einige schöne Stunden vergessen lassen.