Midlife-Crisis im Buchformat
Zuallererst das Auffälligste aus dem Weg: das Cover sieht toll aus, da sind wir uns wohl alle einig. Leider wurde dieses mittels KI erstellt, was ich persönlich sehr schade finde. Ich frage mich, wie weit der Weg von KI erstellten Covern hin zu von KI erstellten Inhalten in Büchern ist.
Abgesehen davon, dass im ganzen Buch kein einziger Dachs vorkommt.
Der Inhalt erscheint mir ähnlich platt. Es geht um den mittelalten heteronormativen Henri, der seine Frau für eine 19-Jährige verlassen hat und sich jetzt vor den Hürden des Onlinedatings wiederfindet. Leider will das nicht so recht klappen, dazu kommen noch gesundheitliche Probleme, a la: Seht her, nicht nur Frauen kommen in die Wechseljahre, wir Männer haben es auch schwer.
Sämtliche weiblichen Figuren entsprechen dem Klischee, das sie schuld an der Misere der Männer sind. Entweder nehmen sie ihre Männer bei der Scheidung aus, oder sie wollen eine Landhausküche für 40.000 Euro oder sie sind so verzweifelt, dass sie Rachepornos drehen.
Aber die Männer sind nicht besser. Von der Büroaffäre, über den gesicherten Job im mittleren Management, bei dem man es sich erlauben kann, die ganze Woche zu spät zu kommen und trotzdem befördert zu werden, bis zum absolut unangenehmen Stalking der Mental Health Coachin. Aber sind ja schließlich Männer.
Am Ende wendet sich natürlich alles zum guten, obwohl das Leben von mittelalten Männer wie Henri schon davor besser war als so manch andere von sich behaupten kann.
Ein paar gute Punkte hatte das Buch dennoch. Es ließ sich zügig durchlesen, der Humor war teils griffig verpackt und Henris besten Freund fand ich auch ganz sympathisch. Dennoch erscheint mir diese Geschichte wie eine Midlife-Crisis im Buchformat.
Abgesehen davon, dass im ganzen Buch kein einziger Dachs vorkommt.
Der Inhalt erscheint mir ähnlich platt. Es geht um den mittelalten heteronormativen Henri, der seine Frau für eine 19-Jährige verlassen hat und sich jetzt vor den Hürden des Onlinedatings wiederfindet. Leider will das nicht so recht klappen, dazu kommen noch gesundheitliche Probleme, a la: Seht her, nicht nur Frauen kommen in die Wechseljahre, wir Männer haben es auch schwer.
Sämtliche weiblichen Figuren entsprechen dem Klischee, das sie schuld an der Misere der Männer sind. Entweder nehmen sie ihre Männer bei der Scheidung aus, oder sie wollen eine Landhausküche für 40.000 Euro oder sie sind so verzweifelt, dass sie Rachepornos drehen.
Aber die Männer sind nicht besser. Von der Büroaffäre, über den gesicherten Job im mittleren Management, bei dem man es sich erlauben kann, die ganze Woche zu spät zu kommen und trotzdem befördert zu werden, bis zum absolut unangenehmen Stalking der Mental Health Coachin. Aber sind ja schließlich Männer.
Am Ende wendet sich natürlich alles zum guten, obwohl das Leben von mittelalten Männer wie Henri schon davor besser war als so manch andere von sich behaupten kann.
Ein paar gute Punkte hatte das Buch dennoch. Es ließ sich zügig durchlesen, der Humor war teils griffig verpackt und Henris besten Freund fand ich auch ganz sympathisch. Dennoch erscheint mir diese Geschichte wie eine Midlife-Crisis im Buchformat.