Nicht nur ein Männerbuch

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ada2011 Avatar

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Wir Frauen erwarten oft, dass uns die Männer verstehen. Ganz sicher dürfen Männer deshalb wohl auch erwarten, dass wir Frauen sie verstehen wollen, wenigstens hin und wieder, naja ein wenig wenigstens.
Ich denke, dazu kann dieses humorige Buch von Hans-Gerd Raeth sicher etwas beitragen. Nicht ganz unerheblich dürfte dabei allerdings auch das Alter der Lesenden sein. Bei Frauen denke ich, sollten ´mindestens 40 Lebensjahre Erfahrung und etwas Gelassenheit, gepaart mit Weisheit Voraussetzung für den Konsum des Buches sein. Bei Männern habe ich hier keine Ahnung.
Henri ist der Hauptprotagonist. Er ist Mitte Fünfzig und schlägt sich mit den Männerwechseljahren herum, etwas mehr Gewicht, als guttut, wenig Antrieb, wenig Ziel, wenig Frau. Denn er ist geschieden und hier plagen ihn auch noch Schuldgefühle.
Sein Job macht ihm soweit Spaß, seine Hündin auch und die beste Nebenrolle hat sein Freund Felix. So einen Freund wünschte ich meinem Mann auch. Felix geht ihm manchmal ganz schön auf die Nerven, aber er ist einfach immer da, selbst wenn Mann ihn nicht braucht.
Der Freitag ist für Henri im Übrigen der Tag, an dem er sich sieht, wenn das Leben eine Woche lang wäre. Hin und wieder deprimiert ihn das ein wenig.
Mit Humor und Ehrlichkeit geht er in sich und kommt schließlich zum gleichen Schluss wie sein Arzt und sein Freund Felix – es muss noch etwas kommen und es geht noch was.
Und zum Ende gibt es vielleicht ja auch eine neue Liebe, wer weiß?