Wieviel Zeit bleibt uns noch
„Wir Freitagsmänner“ von Hand-Gerd Raeth hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, witzig und klug. Mir war gar nicht bewusst, dass auch Männer mit den Wechseljahren zu kämpfen haben, aber da wurde ich eines Besseren belehrt. Aber auch ich, als Frau im mittleren Alter, konnte Henris Problemchen und Handlungen sehr gut nachvollziehen.
Es geht um den 55jährigen Henri, der seine Ehe in den Sand gesetzt hat und es demzufolge nur gerecht findet, dass seine Frau ihn hat bluten lassen. So gehören Haus und Vermögen nun ihr, während er allein in einer kleinen Mietwohnung lebt. Seine letzte Datingerfahrung war eher lau und nun attestiert ihm sein Hausarzt auch noch, in den Wechseljahren zu sein. Was ein bisschen klingt wie bei Ellen Berg, ist keinesfalls kitschig, realitätsfern und überzogen, es gibt keine nervigen Charaktere, sondern ganz im Gegenteil, ich konnte alle Handelnden gut verstehen, egal ob es sich um die Exfrau handelt, seine Arbeitskollegen oder um Freund Felix. Gerade die Männerfreundschaft hat so etwas Herzliches, Rührendes! Hat mir unheimlich gut gefallen! Henri ist auf der Suche nach Liebe und Sinn. Die Metapher, dass das Leben eine Woche ist, man am Montag geboren wird und am Sonntagabend stirbt, hat mir sehr gut gefallen und auch mich zum Nachdenken angeregt. Henri ist der Freitagsmann und ich als Leserin frage mich automatisch, wo ich stehe, wieviel Zeit mir noch bleibt und mit welchen Inhalten ich diese Zeit füllen will.
Henri war für mich ein großartiger Charakter: ehrlich, nahbar, menschlich, mit Ecken und Kanten und sehr sympathisch! Ich musste oft herzlich lachen und doch zeigt uns Raeth viele ernste Wahrheiten auf. Genau diese Mischung macht das Buch so toll! Ich werde es jetzt an meinen Mann weitergeben und freue mich schon darauf, wenn er demnächst beim Lesen laut auflacht. Wunderbar fände ich auch eine Verfilmung!
Es geht um den 55jährigen Henri, der seine Ehe in den Sand gesetzt hat und es demzufolge nur gerecht findet, dass seine Frau ihn hat bluten lassen. So gehören Haus und Vermögen nun ihr, während er allein in einer kleinen Mietwohnung lebt. Seine letzte Datingerfahrung war eher lau und nun attestiert ihm sein Hausarzt auch noch, in den Wechseljahren zu sein. Was ein bisschen klingt wie bei Ellen Berg, ist keinesfalls kitschig, realitätsfern und überzogen, es gibt keine nervigen Charaktere, sondern ganz im Gegenteil, ich konnte alle Handelnden gut verstehen, egal ob es sich um die Exfrau handelt, seine Arbeitskollegen oder um Freund Felix. Gerade die Männerfreundschaft hat so etwas Herzliches, Rührendes! Hat mir unheimlich gut gefallen! Henri ist auf der Suche nach Liebe und Sinn. Die Metapher, dass das Leben eine Woche ist, man am Montag geboren wird und am Sonntagabend stirbt, hat mir sehr gut gefallen und auch mich zum Nachdenken angeregt. Henri ist der Freitagsmann und ich als Leserin frage mich automatisch, wo ich stehe, wieviel Zeit mir noch bleibt und mit welchen Inhalten ich diese Zeit füllen will.
Henri war für mich ein großartiger Charakter: ehrlich, nahbar, menschlich, mit Ecken und Kanten und sehr sympathisch! Ich musste oft herzlich lachen und doch zeigt uns Raeth viele ernste Wahrheiten auf. Genau diese Mischung macht das Buch so toll! Ich werde es jetzt an meinen Mann weitergeben und freue mich schon darauf, wenn er demnächst beim Lesen laut auflacht. Wunderbar fände ich auch eine Verfilmung!