📚📚📚📚📖 4,5 Buchsternchen fĂŒr „Wir jagen Schatten“

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tigercat666 Avatar

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Mit „Wir jagen Schatten“ setzt Richard Osman seine „Wir finden Mörder“-Reihe fort. Nachdem ich das Ermittlerteam bereits im ersten Band kennenlernen durfte, habe ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Steve, Amy und Rosie gefreut.
Darum geht es in „Wir jagen Schatten“.
Einen TV-Auftritt zu ihrem neuen Buch nutzt die erfolgreiche Thrillerautorin Rosie, um Werbung fĂŒr ihre Detektei „Wir finden Mörder“ zu machen. Damit ruft sie den, nicht ganz so kriminellen, Vern Blackwood auf den Plan. Vern handelt mit gefĂ€lschten VitaminprĂ€paraten, die zwar nicht wirken, aber immerhin niemandem schaden. Als jedoch sein Bodyguard erschossen wird und der Mörder eine eindeutige Botschaft hinterlĂ€sst, wird die Sache deutlich ernster:

„Das ist eine Warnung. Ich komme wieder und dann bist du dran. Jakob Erikson.“
Vern glaubt allerdings nicht, dass Jakob hinter dem Anschlag steckt, da dieser eigentlich sein Freund ist. Deshalb beauftragt er die Detektei „Wir finden Mörder“ mit den Ermittlungen.

Im Mittelpunkt steht erneut das ungleiche Trio aus Steve, seiner Schwiegertochter Amy und Rosie. Gemeinsam versuchen sie, den rĂ€tselhaften Mordfall aufzuklĂ€ren und einem Ă€ußerst schwer zu fassenden TĂ€ter auf die Spur zu kommen. Der Fall nimmt schnell internationale Ausmaße an und fĂŒhrt das Team von der Toskana ĂŒber Barcelona und England bis nach Palm Springs.

Meine Meinung zum neuen Fall von Richard Osman
GrundsĂ€tzlich habe ich nichts gegen internationale SchauplĂ€tze. In diesem Fall hatte ich allerdings zunehmend das GefĂŒhl, dass die vielen Ortswechsel vor allem dazu dienen, die Geschichte kinoreifer wirken zu lassen und Rosies Reichtum zur Schau zu stellen. Dass es stĂ€ndig mit dem Privatjet von einem Ort zum nĂ€chsten geht, wurde mir auf Dauer etwas zu viel.

Der Kriminalfall selbst ist abwechslungsreich aufgebaut und bietet einige Wendungen, VerdĂ€chtige sowie falsche FĂ€hrten. Richard Osman erzĂ€hlt mit viel Humor, lĂ€sst aber auch ruhigere, emotionale Momente nicht zu kurz kommen. Als Felicity, die BĂŒroleiterin der Detektei, die ihrer eigenen Meinung nach viel zu gut bezahlt wird, und Tony, Steves bester Freund, ĂŒberfallen werden, möchte Tony zunĂ€chst nicht, dass Steve davon erfĂ€hrt. Er will ihn nicht zusĂ€tzlich belasten. Gerade an solchen Szenen merkt man, wie tief die Figuren miteinander verbunden sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Bedrohung auch vor dem persönlichen Umfeld der Ermittler nicht Halt macht.

Die Charaktere: Steve, Amy und Rosie
Steve und Amy ergĂ€nzen sich hervorragend und bringen jeweils unterschiedliche StĂ€rken ein: Steve ĂŒberzeugt mit seiner Erfahrung und seiner ruhigen Art, wĂ€hrend Amy als kompetente und entschlossene Bodyguardin fĂŒr Sicherheit und Tatkraft sorgt, und sie hĂ€tte nichts dagegen, wenn es manchmal etwas heftiger zur Sache geht. Gemeinsam bilden die beiden ein interessantes Duo.

Mit Rosie hatte ich dagegen leichte Schwierigkeiten. Sie ist eine exzentrische Figur, schlagfertig und selbstbewusst, kann mit ihrer Art aber auch ziemlich anstrengend sein. Obwohl ihr Benehmen stellenweise an meinen Nerven zehrte, sorgt sie natĂŒrlich fĂŒr humorvolle Situationen und hebt sich deutlich von Steve und Amy ab.

Aber das ist jammern auf ganz hohem Niveau. Ich habe „Wir jagen Schatten“ gerne gelesen. Richard Osman verbindet einen spannenden Kriminalfall mit Humor, ungewöhnlichen Charakteren und einem hohen ErzĂ€hltempo.

Fazit:

Wer den ersten Band mochte und Steve, Amy und Rosie gerne bei einem neuen Fall begleiten will, wird auch mit dieser Fortsetzung unterhaltsame Lesestunden verbringen.

📚📚📚📚📖 4,5 Buchsternchen fĂŒr „Wir jagen Schatten“