Britischer Humor vom Feinsten

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hilou Avatar

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Zum Inhalt:
Mit „Wir jagen Schatten“ setzt Richard Osman seine Krimireihe um das ungewöhnliche Ermittlertrio Amy, ihren Schwiegervater Steve und die erfolgreiche Autorin Rosie fort. Nachdem sie ihre eigene Detektei „Wir finden Mörder“ gegründet haben, lassen die erhofften Aufträge zunächst auf sich warten. Das ändert sich, als sich der dubiose Geschäftsmann Vern Blackwood an sie wendet. Einer seiner Bodyguards wurde ermordet und er fürchtet nun um sein eigenes Leben. Die Ermittlungen führen das Trio von England über die Toskana und Barcelona bis nach Palm Springs. Schon bald zeigt sich, dass hinter dem Mordfall weit mehr steckt als zunächst angenommen. Es bleibt nämlich nicht nur bei dem einen Toten...

Meine Leseerfahrung:
Richard Osman hat mich mit „Wir jagen Schatten“ bestens unterhalten. Auch wenn ich den ersten Teil der Reihe gar nicht gelesen habe, bin ich dennoch gut in die Story gekommen und habe mich von der ersten Seite an richtig wohl gefühlt, und zwar sowohl mit den Charakteren als auch mit dem Setting.

Was mich an diesem Krimi aber besonders begeistert hat, ist der typisch britische Humor. Osman versteht es gut, selbst in ernsten bzw. heiklen Situationen mit trockenen Bemerkungen und schlagfertigen Dialogen für Auflockerung zu sorgen. Einige Dialoge haben mich tatsächlich laut auflachen lassen. Gerade diese Mischung aus Kriminalhandlung und feinem, gelegentlich auch absurdem Humor macht für mich den besonderen Reiz des Buches aus.

Hinzu kommen die sympathischen und teilweise ziemlich skurrilen Charaktere, die mit ihren unterschiedlichen Eigenheiten immer wieder für amüsante Situationen sorgen. Die Zusammenarbeit von Amy, Steve und Rosie gefällt mir auch sehr gut, obwohl ich am Anfang doch etwas skeptisch war. Die drei könnten unterschiedlicher kaum sein, ergänzen sich aber auf ihre ganz eigene Weise. Der Fall an sich ist übrigens abwechslungsreich, bietet einige überraschende Wendungen und ist jedoch stellenweise etwas konfus. Dennoch möchte man am Ball bleiben, denn es sind für mich vor allem die Figuren und ihre unterhaltsamen Gespräche, die diesen Krimi so lesenswert machen.

Ich habe mich insgesamt bestens unterhalten gefühlt und würde die Reihe sehr gerne weiterverfolgen. Vielleicht wird es nun auch Zeit, mich Richard Osmans anderer Krimireihe, dem „Donnerstagsmordclub“, zu widmen. Wenn diese ebenso viel britischen Humor und lustige Dialoge zu bieten hat, dürfte sie auch meinen Geschmack treffen.

Mein Fazit:
Ein rundum gelungener Cosy Crime mit einem ungewöhnlichem Ermittlertrio, einer rasanten Kriminalhandlung und einer ordentlichen Portion britischem Humor. Ein absolutes Lesevergnügen mit vielen garantierten Lachern!