Britischer Krimiklamauk

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Das Detektivbüro von Rosie, Amy und Steve erhält nach langer Durststrecke endlich wieder einen Auftrag: Es soll einen Mörder finden. Was zunächst nach einem willkommenen Neuanfang klingt, erweist sich rasch als ziemlich komplexe Angelegenheit, denn selbstverständlich lügen alle Verdächtigen, und niemand scheint ein überzeugendes Motiv zu haben. Dank Rosies nahezu unbegrenzter finanzieller Mittel kann das Trio jedoch um die halbe Welt jetten und jeder Spur nachgehen.

Wie gewohnt bei Richard Osman wimmelt es auch hier von schrägen Charakteren, sympathischen Bösewichten, pazifistischen Leibwächtern und allerlei skurrilen Nebenfiguren. Ebenfalls typisch ist, dass hinter dem turbulenten Klamauk auch ernstere Themen angesprochen werden: Alter, Freundschaft unter Männern, Verlust und die Frage, was im Leben am Ende wirklich zählt.

Die Erzählung ist ausgesprochen amüsant, temporeich und kurzweilig. Allerdings setzt Osman oft recht stark auf Bezüge zum britischen Alltagsleben, zu bekannten Persönlichkeiten, Fernsehreklamen und ähnlichem. Wer damit nicht vertraut ist, dürfte manche Pointen nur bedingt nachvollziehen können. Zudem sind nach der Hälfte des Buches die Eigenheiten der Hauptfiguren hinlänglich bekannt, wodurch einige Gags zunehmend vorhersehbar wirken.

Zum Schluss geht es noch einmal drunter und drüber, bis der Fall in einem stürmischen Showdown aufgelöst wird. Der Donnerstagmordclub bleibt weiterhin mein klarer Favorit. Wer einen unterhaltsamen Krimi mit viel britischem Humor und Wortwitz sucht, ist hier aber sicher richtig.