Ein typischer Osman!

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Buchmeinung zu Richard Osman – »Wir jagen Schatten«

»Wir jagen Schatten« ist ein Kriminalroman von Richard Osman, der 2026 bei Ullstein in der Übersetzung von Sabine Roth, Elke Link und Regina Rawlinson erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »We Chase Shadows« und ist 2026 erschienen. Dies ist der zweite Band der Wir finden Mörder-Serie.

Zum Autor:
Richard Thomas Osman (* 28. November 1970 in Billericay, Essex) ist ein britischer Komiker, Produzent, Fernsehmoderator, Autor und Co-Moderator der BBC One TV-Quizshow Pointless.

Zum Inhalt:
Nach einer Talkshow wird das Ermittlertrio der Detektei Wir finden Mörder mit einem neuen Fall betraut. Der Kriminelle Vern Blackwood findet einen seiner Bodyguards ermordet vor seiner Villa in der Toskana auf und erhält zudem eine Morddrohung.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat meine hohen Erwartungen erfüllt und mich teilweise sogar begeistert. Die drei Hauptfiguren sind schon speziell und sehr verschieden. Amy ist eine Personenschützerin, Steve ein Ex-Polizist und die charismatische Rosie eine erfolgreiche Romanautorin, die allerdings den Höhepunkt ihrer Karriere überschritten zu haben scheint. Weitere skurrile und interessante Figuren ergänzen das Ensemble. Vern Blackwood, der Auftraggeber, ist ein erfolgreicher Krimineller, der scheinbar seine Nische gefunden hat und sein Leben ohne böswillige Konkurrenten und Feinde lebt. Aber warum hatte er zwei Leibwächter, von denen einer umgebracht wurde? Auch ein spanischer Ermittler von Interpol, den Rosie gut kennt, ist auf Spurensuche. Aus dem Hintergrund agiert ein Killer, der auf der ganzen Welt gefürchtet wird und wie ein Schatten nicht greifbar ist. Die Krimihandlung nimmt sich einige Auszeiten und diverse Nebenhandlungen beherrschen die Szene. Jede hat ihren eigenen Reiz und Charme. Der Erzählstil ist angenehm, humorvoll und einnehmend und das Prunkstück des Titels. Besonders gefallen haben mir die Seitenhiebe auf die Medienlandschaft. Gegen Ende erhöht sich das Tempo und die Spannung steigt deutlich. Die präsentierte Lösung ist überraschend und wirkt überzogen, aber irgendwie passt es zum Charakter des Romans. Mir hat es viel Spaß gemacht, dieser Schilderung zu folgen.

Fazit:
Ein ruhiger Kriminalroman, mit Humor erzählt, der die Figuren auf typisch britische Art agieren lässt und mich meist sehr gut unterhalten hat. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.