Gebt mir mehr von Steve & Tony

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​„Wir jagen Schatten“ hat ein buntes Cover, auf dem durchaus viel los ist, weshalb es mir sofort ins Auge gefallen ist. Die rote, spitze Serifenschrift des Titels hat mich irgendwie direkt an Murder Mysteries wie die „Knives Out“-Filmreihe erinnert, weshalb ich sofort interessiert war.
​Das alles war, bevor ich überhaupt gelesen hatte, dass es sich um das neue Buch von Richard Osman handelt und zudem noch um den zweiten Teil einer mir zumindest neuen Serie („Wir finden Mörder“). Denn ich habe zwar die ersten beiden Teile von Osmans Donnerstagsmordclub-Reihe gelesen und fand diese durchaus amüsant, bin aber nie darüber hinausgekommen, weil ich damals meine Bibliotheksmitgliedschaft gekündigt hatte.
​Der Klappentext hat mein Interesse dann weiter geweckt, und so beschloss ich, das Buch trotz des Versäumnisses des ersten Teils der Reihe zu lesen – und bin insgesamt sehr positiv überrascht.
​„Wir jagen Schatten“ ist ein Bündel aus unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die sich zusammenschließen, um Morde aufzuklären. Das besagte bunte, exzentrische Buchcover passt dabei perfekt zum Buch, da dieses ebenfalls vollgestopft mit Ereignissen ist, und die Handlung könnte dabei kaum schneller von einem zum nächsten springen. Die einzige Ausnahme bilden dabei gefühlt die Gedanken der beiden besten Freunde Steve und Tony, die ich beide jetzt schon sehr ins Herz geschlossen habe.
Osman hat seinen humorvollen Schreibstil beibehalten, weshalb ich während der gesamten Zeit Spaß am Lesen hatte.
Dadurch, dass ich den ersten Teil nicht kannte, war mir die Hintergrundgeschichte der Hauptfiguren unbekannt, was mich aber nicht sehr lange störte, da sie dennoch gut eingeführt wurden.
​Insgesamt war der große Plot-Twist am Ende vielleicht etwas vorhersehbar, das hat das Gesamterlebnis für mich jedoch kaum geschmälert, da es immer noch einige Rätsel gab, die sich für mich auch erst am Ende gelöst haben.
​Das Einzige, was ich nicht verstehe, ist tatsächlich das Cover der deutschsprachigen Version (so schön ich es finde). Dieses passt stilistisch meiner Meinung nach nicht zum vorherigen Band der Reihe, der sich näher an den Covern des Donnerstagsmordclubs orientierte. In der englischsprachigen Version fällt das Buch nicht so aus der Reihe. Aber da ich die anderen Bücher ohnehin nicht besitze, macht das für mich keinen Unterschied, weshalb ich dem Buch insgesamt gerne 4,5 von 5 Sternen gebe!