Herrlich verrückt und sehr unterhaltsam
Mit "Wir jagen Schatten" geht Richard Osmans Reihe um die Detektei "Wir finden Mörder" in die zweite Runde. Amy, Steve und Rosie warten nach ihrem ersten Abenteuer noch immer auf einen richtigen Auftrag bis sich ausgerechnet der zwielichtige Vern Blackwood an sie wendet. Einer seiner Bodyguards wurde ermordet und er selbst fürchtet, der Nächste zu sein. Die Ermittlungen führen das Trio wieder einmal quer durch mehrere Länder und zu einer ganzen Reihe mehr oder weniger vertrauenswürdiger Personen.
Schon den ersten Band mochte ich sehr und fand die neue Reihe sogar noch unterhaltsamer als den "Donnerstagsmordclub". Inzwischen sind mir Amy, Steve und Rosie richtig ans Herz gewachsen. Dabei ist es gar nicht unbedingt der Kriminalfall, der für mich den größten Reiz des Buches ausmacht, sondern das Zusammenspiel der Figuren. Die Dialoge sind teilweise so trocken, absurd und herrlich verrückt, dass ich beim Lesen immer wieder lachen musste. Selbst wenn gerade jemand angeschossen wurde, kann erst einmal ausführlich darüber diskutiert werden, wer eigentlich welches Verbrechen begangen hat und ob das Anschießen nun zwar nicht nett, aber vielleicht doch irgendwie notwendig war.
Eigentlich passiert neben dem Kriminalfall fast schon zu viel. Steve, Amy und Rosie bekommen viel Raum für ihre eigenen Geschichten, ständig tauchen weitere Figuren auf und zwischendurch schweift die Handlung immer wieder ab. Bei einem weniger unterhaltsamen Buch würde mich das vermutlich stören. Hier überhaupt nicht. Ich habe die Figuren und ihre Gespräche so gern begleitet, dass mir letztlich ziemlich egal war, ob sie gerade zielstrebig einen Mord aufklären oder sich mit irgendeinem völlig anderen Problem beschäftigen. Auch Felicity und einige der anderen Nebenfiguren tragen ihren Teil dazu bei.
Der eigentliche Fall muss sich dahinter allerdings nicht verstecken. Er ist ziemlich verschachtelt, gut durchdacht und lädt zum Miträtseln ein. Besonders die Auflösung hat mir gefallen, weil Osman auch dort nicht plötzlich auf den Humor verzichtet. Das Ganze bleibt bis zum Schluss leicht, ein bisschen absurd und sehr typisch für diese Reihe.
Fünf Sterne habe ich in letzter Zeit nur selten vergeben. "Wir jagen Schatten" ist sicher kein Krimi, bei dem jede Seite ausschließlich der möglichst effizienten Aufklärung des Falls dient. Aber ich hatte von Anfang bis Ende unglaublich viel Spaß damit und wenn mich selbst die Punkte, die mich normalerweise stören würden, überhaupt nicht stören, gibt es für mich diesmal wenig Grund, einen Stern abzuziehen. Ich freue mich sehr auf den nächsten Band.
Schon den ersten Band mochte ich sehr und fand die neue Reihe sogar noch unterhaltsamer als den "Donnerstagsmordclub". Inzwischen sind mir Amy, Steve und Rosie richtig ans Herz gewachsen. Dabei ist es gar nicht unbedingt der Kriminalfall, der für mich den größten Reiz des Buches ausmacht, sondern das Zusammenspiel der Figuren. Die Dialoge sind teilweise so trocken, absurd und herrlich verrückt, dass ich beim Lesen immer wieder lachen musste. Selbst wenn gerade jemand angeschossen wurde, kann erst einmal ausführlich darüber diskutiert werden, wer eigentlich welches Verbrechen begangen hat und ob das Anschießen nun zwar nicht nett, aber vielleicht doch irgendwie notwendig war.
Eigentlich passiert neben dem Kriminalfall fast schon zu viel. Steve, Amy und Rosie bekommen viel Raum für ihre eigenen Geschichten, ständig tauchen weitere Figuren auf und zwischendurch schweift die Handlung immer wieder ab. Bei einem weniger unterhaltsamen Buch würde mich das vermutlich stören. Hier überhaupt nicht. Ich habe die Figuren und ihre Gespräche so gern begleitet, dass mir letztlich ziemlich egal war, ob sie gerade zielstrebig einen Mord aufklären oder sich mit irgendeinem völlig anderen Problem beschäftigen. Auch Felicity und einige der anderen Nebenfiguren tragen ihren Teil dazu bei.
Der eigentliche Fall muss sich dahinter allerdings nicht verstecken. Er ist ziemlich verschachtelt, gut durchdacht und lädt zum Miträtseln ein. Besonders die Auflösung hat mir gefallen, weil Osman auch dort nicht plötzlich auf den Humor verzichtet. Das Ganze bleibt bis zum Schluss leicht, ein bisschen absurd und sehr typisch für diese Reihe.
Fünf Sterne habe ich in letzter Zeit nur selten vergeben. "Wir jagen Schatten" ist sicher kein Krimi, bei dem jede Seite ausschließlich der möglichst effizienten Aufklärung des Falls dient. Aber ich hatte von Anfang bis Ende unglaublich viel Spaß damit und wenn mich selbst die Punkte, die mich normalerweise stören würden, überhaupt nicht stören, gibt es für mich diesmal wenig Grund, einen Stern abzuziehen. Ich freue mich sehr auf den nächsten Band.