Unterhaltsam mit Schattenseiten
„Wir jagen Schatten“ handelt von einem ungewöhnlichen Ermittlerteam, die eine Detektei namens „Wir finden Mörder“ führen. Sie ermitteln diesmal für einen vermögenden Halbkriminellen, dessen Bodyguard ermordet wurde und welcher eine mysteriöse Notiz bei sich hat. Es ist der zweite Fall des Trios. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Ich habe den ersten Band von „Wir finden Mörder“ nicht gelesen und habe das Ermittlerteam daher erst in diesem Buch kennengelernt. Mir hat dabei zwar die Vorgeschichte gefehlt, wie das Team überhaupt zusammengefunden hat, wirklich gestört hat mich das allerdings nicht. Die drei Figuren werden ausreichend vorgestellt, sodass man auch ohne Vorkenntnisse gut in die Geschichte findet.
Leider konnte ich mit keiner der drei Figuren wirklich warm werden. Rosie wirkte auf mich häufig zu überheblich, und ich habe mich während der Geschichte immer wieder gefragt, was sie eigentlich zum Team beiträgt – abgesehen davon, dass sie über das nötige Geld verfügt. Amy blieb für mich eher auf Distanz. Sie wirkte abgeklärt und kühl, wodurch ich ebenfalls keinen richtigen Zugang zu ihr gefunden habe. Und auch mit Steve konnte ich nicht viel anfangen. Er wirkte auf mich einfach etwas seltsam, ohne dass ich eine wirkliche Verbindung zu ihm aufbauen konnte.
Auch die Konstellation des Ermittlerteams hat für mich insgesamt nicht so richtig funktioniert und war meiner Meinung nach nicht stimmig. Aber das ist eben Geschmackssache. Gerade diese ungewöhnliche Zusammensetzung kann für andere Leser:innen den Reiz der Geschichte ausmachen.
Der Kriminalfall selbst hat mich leider ebenfalls nicht vollständig überzeugt. Dabei beginnt er durchaus spannend, aber im weiteren Verlauf wurde mir die Handlung zunehmend zu konstruiert und wirkte für mich auch zu ziellos. Der Fall wirkt mit seinen vielen Charakteren, Schauplätzen und Gesprächen ziemlich überladen, von denen für mich nicht alles tatsächlich etwas zur eigentlichen Handlung beigetragen hat.
Besonders die vielen Ortswechsel haben meinen Lesefluss gestört. Die Ermittlungen führen das Team quer durch die Welt, und zwischendurch geht es immer wieder mit dem Privatjet von einem Schauplatz zum nächsten – von Italien über Barcelona und England bis nach Palm Springs. Grundsätzlich habe ich nichts gegen internationale Schauplätze, hier hatte ich allerdings zunehmend das Gefühl, dass die Geschichte dadurch vor allem größer und spektakulärer wirken sollte. Für mich hat es eher dazu geführt, dass die Handlung zerfasert und sich teilweise mäandernd angefühlt hat.
Auch logisch konnte ich nicht alle Entwicklungen nachvollziehen. Die Auflösung ergibt zwar grundsätzlich Sinn, der Weg dorthin war für mich aber von zu vielen Zufällen und einigen wenig überzeugenden Wendungen geprägt. Dadurch hat sich die Aufklärung für mich am Ende nicht ganz befriedigend angefühlt.
Trotz meiner Kritik gibt es aber auch einiges, das mir gefallen hat. Osman schreibt gewohnt flüssig und mit viel Humor, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt. Langweilig war es definitiv nicht. Ich kann daher durchaus nachvollziehen, warum das ungewöhnliche Ermittlerteam und die internationale Jagd bei vielen Leser:innen gut ankommt.
Ich habe den ersten Band von „Wir finden Mörder“ nicht gelesen und habe das Ermittlerteam daher erst in diesem Buch kennengelernt. Mir hat dabei zwar die Vorgeschichte gefehlt, wie das Team überhaupt zusammengefunden hat, wirklich gestört hat mich das allerdings nicht. Die drei Figuren werden ausreichend vorgestellt, sodass man auch ohne Vorkenntnisse gut in die Geschichte findet.
Leider konnte ich mit keiner der drei Figuren wirklich warm werden. Rosie wirkte auf mich häufig zu überheblich, und ich habe mich während der Geschichte immer wieder gefragt, was sie eigentlich zum Team beiträgt – abgesehen davon, dass sie über das nötige Geld verfügt. Amy blieb für mich eher auf Distanz. Sie wirkte abgeklärt und kühl, wodurch ich ebenfalls keinen richtigen Zugang zu ihr gefunden habe. Und auch mit Steve konnte ich nicht viel anfangen. Er wirkte auf mich einfach etwas seltsam, ohne dass ich eine wirkliche Verbindung zu ihm aufbauen konnte.
Auch die Konstellation des Ermittlerteams hat für mich insgesamt nicht so richtig funktioniert und war meiner Meinung nach nicht stimmig. Aber das ist eben Geschmackssache. Gerade diese ungewöhnliche Zusammensetzung kann für andere Leser:innen den Reiz der Geschichte ausmachen.
Der Kriminalfall selbst hat mich leider ebenfalls nicht vollständig überzeugt. Dabei beginnt er durchaus spannend, aber im weiteren Verlauf wurde mir die Handlung zunehmend zu konstruiert und wirkte für mich auch zu ziellos. Der Fall wirkt mit seinen vielen Charakteren, Schauplätzen und Gesprächen ziemlich überladen, von denen für mich nicht alles tatsächlich etwas zur eigentlichen Handlung beigetragen hat.
Besonders die vielen Ortswechsel haben meinen Lesefluss gestört. Die Ermittlungen führen das Team quer durch die Welt, und zwischendurch geht es immer wieder mit dem Privatjet von einem Schauplatz zum nächsten – von Italien über Barcelona und England bis nach Palm Springs. Grundsätzlich habe ich nichts gegen internationale Schauplätze, hier hatte ich allerdings zunehmend das Gefühl, dass die Geschichte dadurch vor allem größer und spektakulärer wirken sollte. Für mich hat es eher dazu geführt, dass die Handlung zerfasert und sich teilweise mäandernd angefühlt hat.
Auch logisch konnte ich nicht alle Entwicklungen nachvollziehen. Die Auflösung ergibt zwar grundsätzlich Sinn, der Weg dorthin war für mich aber von zu vielen Zufällen und einigen wenig überzeugenden Wendungen geprägt. Dadurch hat sich die Aufklärung für mich am Ende nicht ganz befriedigend angefühlt.
Trotz meiner Kritik gibt es aber auch einiges, das mir gefallen hat. Osman schreibt gewohnt flüssig und mit viel Humor, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt. Langweilig war es definitiv nicht. Ich kann daher durchaus nachvollziehen, warum das ungewöhnliche Ermittlerteam und die internationale Jagd bei vielen Leser:innen gut ankommt.