Wieder ein Volltreffer

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Richard Osman kannte ich schon vor seiner Autorenkarriere aus dem britischen Fernsehen. Schon dort mochte ich ihn: trocken, klug, mit diesem Humor, der nie laut sein muss. Entsprechend habe ich jedes seiner Bücher gelesen und geliebt, und auf „Wir jagen Schatten“ habe ich regelrecht hingefiebert.
Beim ersten Band der neuen Reihe war ich ehrlicherweise noch skeptisch. Es war eben nicht mehr der Donnerstagsmordclub, und ich dachte, das kann doch kaum dasselbe Gefühl auslösen. Es gab keinen Grund dafür. Auch „Wir finden Mörder“ ist fantastisch, und der zweite Band bestätigt das noch einmal.
Diesmal wird im Morgengrauen in den italienischen Hügeln eine Leiche vor einer Villa gefunden, dazu ein drohender Zettel. Amy, Rosie und Steve nehmen ihren ersten richtigen Fall an, obwohl der Auftraggeber seine eigenen Gründe zu haben scheint, die Polizei lieber nicht einzuschalten. Die Spur führt sie von Italien über Barcelona bis nach Palm Springs, und zwischendurch auch zurück in Steves Dorfpub. Mehr verrate ich nicht, denn jeder scheint hier etwas zu verbergen.
Die Figuren sind britisch skurril, aber nie übertrieben. Man schmunzelt über ihre Eigenheiten, ohne dass sie zu Karikaturen werden, und genau das macht sie so sympathisch. Die Handlung ist durchgehend spannend, die Auflösung schlüssig und nachvollziehbar. Am Ende gibt es keine losen Enden, nichts, was man sich selbst zusammenreimen muss.
Für mich ein rundes, durch und durch schönes Buch, das für mich noch ewig hätte weitergehen dürfen und das ich am Ende mit Bedauern zugeklappt habe.