Zahlreiche Morde und nicht nur ein Mörder: Klingt brutal, ist aber cosy und sehr lustig

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takabayashi Avatar

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Der zweite Band der "Wir finden Mörder"- Gang. Wieder viel Action und Reiseaktivitäten (wozu hat Rosie schließlich einen Privatjet?), ein verzwickter und verwirrender Fall, exzentrische Protagonisten und viel Humor!

Steve (Ex-Cop und Witwer), seine Schwiegertochter Amy, die als Personenschützerin gearbeitet hat, bis sie mit ihrem Schwiegervater und Rosie, ihrer letzten Klientin als Bodyguard, die Privatdetektei "Wir finden Mörder" gegründet hat. Rosie, erfolgreiche, amerikanische Krimiautorin fortgeschrittenen Alters, ist steinreich und besitzt den schon erwähnten Privatjet. Nachdem die drei im ersten Band einen Fall aufgeklärt haben, wurde die Detektei mit Sitz im ländlichen England gegründet, doch zunächst bleiben die Aufträge aus. Nachdem Rosie dann bei einer Fernsehshow die Werbetrommel gerührt hat, kommt der ersehnte erste Auftrag. Ein britischer "Halbkrimineller" (wie er sich selbst vorstellt) mit Wohnsitz in der Toskana, hat einen seiner Bodyguards auf seinem Anwesen tot aufgefunden. Und eine - ihm unerklärliche - Drohbotschaft. An die Polizei mag er sich aus naheliegenden Gründen nicht wenden.
Der Fall wirkt etwas wirr, wird aber am Ende schlüssig aufgelöst. Durchaus spannend, aber wie immer bei Osman sind vor allem die schrägen Typen, mit denen seine Romane bevölkert sind und seine humorvolle Schreibweise die Highlights seiner Bücher. Alle Personen, sogar die Nebenfiguren sind anschaulich charakterisiert, der Humor ist typisch britisch und ich habe mich köstlich amüsiert. Und seit längerer Zeit mal wieder ein Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.
Ich habe diesen zweiten Auftritt der Truppe sehr genossen, muss aber doch feststellen, dass ich den Donnerstagsmordclub noch ein klein wenig lieber mag. Irritiert hat mich das Cover, das aus der Reihe fällt und mich nicht überzeugt hat (Ich habe mir die drei anders vorgestellt). Richard Osmans Krimis haben sonst immer ähnliche Einbände mit hohem Wiedererkennungswert. Das sollte auch so bleiben, finde ich. Alles in allem wieder ein höchst vergnügliches Buch, das ich allen Freunden des gepflegten britischen Cosy-Krimis uneingeschränkt empfehlen kann.