Aus der Starre ins Licht

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calendula48 Avatar

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Wer Schatten werfen will, muss im Licht stehen.
Für Josef ist das Licht erloschen, seit seine Frau Lis ihn mit dem gemeinsamen Sohn Samuel verlassen hat.
Mit dem Licht hat sich Josef auch den alltäglichen Dingen entzogen.
In seinem Leben sieht er keinen Sinn mehr.
Immerhin nimmt er noch am Rande teil, am Dorfleben. Auch, wenn er weiß, dass über ihn getuschelt wird, weil seine Frau weg ist, geht er zur Beerdigung einer Freundin seiner Mutter.
Und er trifft Ada, die Schwester seiner Frau, mit der er auch ein paar Worte wechselt.
Zunächst zeichnet Elena Fischer eine recht düstere Szene zwischen Starre und Aufgeben:
Josef listet auf , was ihm übriggeblieben ist. Zwei leere Stühle, seine Tiere, die Kirche und ein Gewehr.
In dieser Abschiedsstimmung tritt neben seiner Schwägerin Ada auch Birdie in Josefs düstere Welt.
Warum dieses junge Mädchen ausgerechnet bei Josef Unterschlupft sucht, bleibt ihm unverständlich; aber er schafft die notwendigsten Dinge der Hilfe und Versorgung.
Ohne dass der verlassene Mann es selber bemerkt sieht Birdie tiefer in ihn hinein, als ihm lieb sein kann.
Mit der Bemerkung Birdies: „ Man muss sich erlauben, der Mensch zu sein, der man sein will“,
geht eine Veränderung in Josef vor sich.
Ein guter Moment, für einen Mann, der sich nach dem erstaunten Wahrnehmen seiner Einsamkeit und Starre für das Ende entschieden hat, noch einmal über diesen Plan nachzudenken.
Ein wunderbarer Roman über einen Mann, der es schafft, wieder ins Licht zu treten um einen Schatten zu werfen.