Die Schatten über uns

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sophiasofire Avatar

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3,5 Sterne - ich mochte besonders die Verletzlichkeit, mit der Fischer ihre Charaktere skizziert und zugleich aufzeigt, wie hart das Ausbrechen alter Muster und das Zulassen von Gefühlen sein kann. Die erste Hälfte über hat mich das Buch stark an "Alte Sorten" von Arenz erinnert, was vor allem an der Zufälligkeit der zwei Menschen auf dem Hof lag. Insgesamt ein schöner Roman, der trotz großer Einschnitte in der Handlung für mich durch seine Ruhe überzeugt, fast so als stände man selbst im Wald.

Gerne hätte ich mir gewünscht, noch mehr über Ada zu erfahren. Die Erzählung lebt im Wesentlichen von dem Nicht-Gesagten der Hauptcharakteren, insbesondere Josephs verdrängter Trauer und dem damit zusammenhängenden Unsicherheit. Umso schöner gelingt es Fischer, die ambivalente Gefühlswelt Joseph und seiner Überforderung als Vater zu skizzieren. Ein toller Roman über Gefühle, das Ausbrechen der Stille und dem Zulassen von Glück.