Ein literarisches Highlight voller leiser Zwischentöne
Selten hat mich ein Buch von der ersten bis zur letzten Seite so begeistert wie Elena Fischers Roman „Wirf einen Schatten“. Protagonist Joseph hat am Ende des ersten Kapitels den Lauf seines Gewehres im Mund, ausgerechnet am Heiligabend des Jahres 1963. Seine Frau Lis hat ihn verlassen, den gemeinsamen Sohn mitgenommen und er sieht keine Perspektive in dem einsamen Leben auf seinem Bauernhof. Dann klingelt es an der Tür und in diesem Moment hatte mich das Buch bereits komplett gefesselt.
Tageweise schreitet die Erzählung voran — an der Tür hat eine Fremde geklingelt, die Josephs Hilfe braucht. Nach und nach öffnen sich die beiden einander und retten sich gegenseitig auf eine ganz spezielle und unkonventionelle Art und Weise. Mit dabei ist auch Ada, Josephs Schwägerin und Lis’ Schwester, die beiden neue Perspektiven aufzeigt.
Gleichzeitig erfahren wir in Rückblenden in umgekehrter Chronologie von 1963 bis 1957, wie Joseph zu dem Menschen wurde, der er heute (also im Winter 1963/1964) ist, welche Schwierigkeiten er mit der Vereinbarkeit von Bauer, Ehemann und Vater sein hat und welch schweren emotionalen Rucksack er seit seiner Kindheit mit sich herumträgt.
Elena Fischer schafft es dabei, das Geschehen vor über 60 Jahren gleichzeitig authentisch und sehr modern zu erzählen. Ich bin sehr begeistert von diesem Schreibstil, ihrer Beobachtungsgabe und ihrem Talent, die Gefühlswelt der Protagonisten authentisch und ohne Überhöhung zu transportieren.
Das ganze Buch ist in sich wunderbar stimmig, perfekt aufgebaut und es war eine reine Freude, es zu lesen. Die Kombination aus der nach Tagen geordneten Kapitelstruktur im Jetzt und den in umkehrten Chronologie erzählten Rückblenden voller kleiner Andeutungen, die nach und nach ein Gesamtbild ergeben, hat mir sehr gut gefallen. Es fühlte sich an, hier ein echtes Stück Literatur in den Händen zu halten.
5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!
Tageweise schreitet die Erzählung voran — an der Tür hat eine Fremde geklingelt, die Josephs Hilfe braucht. Nach und nach öffnen sich die beiden einander und retten sich gegenseitig auf eine ganz spezielle und unkonventionelle Art und Weise. Mit dabei ist auch Ada, Josephs Schwägerin und Lis’ Schwester, die beiden neue Perspektiven aufzeigt.
Gleichzeitig erfahren wir in Rückblenden in umgekehrter Chronologie von 1963 bis 1957, wie Joseph zu dem Menschen wurde, der er heute (also im Winter 1963/1964) ist, welche Schwierigkeiten er mit der Vereinbarkeit von Bauer, Ehemann und Vater sein hat und welch schweren emotionalen Rucksack er seit seiner Kindheit mit sich herumträgt.
Elena Fischer schafft es dabei, das Geschehen vor über 60 Jahren gleichzeitig authentisch und sehr modern zu erzählen. Ich bin sehr begeistert von diesem Schreibstil, ihrer Beobachtungsgabe und ihrem Talent, die Gefühlswelt der Protagonisten authentisch und ohne Überhöhung zu transportieren.
Das ganze Buch ist in sich wunderbar stimmig, perfekt aufgebaut und es war eine reine Freude, es zu lesen. Die Kombination aus der nach Tagen geordneten Kapitelstruktur im Jetzt und den in umkehrten Chronologie erzählten Rückblenden voller kleiner Andeutungen, die nach und nach ein Gesamtbild ergeben, hat mir sehr gut gefallen. Es fühlte sich an, hier ein echtes Stück Literatur in den Händen zu halten.
5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!