Ein schönes Buch!

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„Der größte Fehler war, nicht in der Natur zu arbeiten. Wie lange war ein halbes Jahr in der Stadt? Er wusste es nicht. Vielleicht lange genug, um sich an sein neues Leben zu gewöhnen, dass im Grunde ja nur das alte war.“ Seite 9

INHALT
Seit seine Frau und Sohn ihn verlassen haben, lebt er auf dem Bauernhof allein. Seit dem ist er wirklich allein, in sich gekehrt und einsam. Als plötzlich die junge Biedie erschöpft vor der Tür steht und Hilfe braucht- denkt er nicht lange nach und bietet ihr Schlafplatz und Hilfe an. Unterstützung erhält er von seiner Schwägerin Ada, beide gemeinsam kümmern sich liebevoll um das junge Mädchen. In diesem Zusammenhang, fängt Jospeh wieder an zu leben, blüht nahezu auf und kann mit etwas Abstand sein eigenes Leben reflektieren.

EINDRUCK UND FAZIT Dies ist wieder so ein Buch, dass sich erst nach einiger Zeit entfaltet. Beim Lesen war ich gelangweilt - es schien sehr zart zu werden, zwischen den Zeilen muss gelesen werden. In der Regel habe ich damit ja so meine Probleme (ich bin wohl einfach kein Mensch für zwischen die Zeilen :D). Nach etwas Abstand kann ich allerdings sagen, dass ich das Buch sehr gut fand. Jospeh war so wunderbar gezeichnet. Welch ein sympathischer Charakter - so wortkarg und schwierig er daher kommt; und dann seine eigene Art sich zu reflektieren. Auch die drei Frauen (Birdie, Ada und Lis) sind drei wundervolle Charaktere. Ein Buch voller Melancholie und bildhafter Sprache. Ich bin überzeugt!

„Wie maß man Mut? In der Anzahl der Zweifel, die einem auf dem Weg kamen, den man doch beharrlich weiter ging?“ Seite 14