Eine ruhige, melancholische Geschichte

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"Wirf einen Schatten" erzählt von Joseph: seine Frau Lis ist gemeinsam mit deren Sohn Samuel vom Hof weggezogen, Lis wollte weg vom zurückgezogenen Landleben und raus aus einer Ehe, in der die beiden sich kaum mehr etwas zu sagen hatten. Übrig geblieben ist Joseph und eine allumfassende Stille, an der er zu zerbrechen droht.
Dann steht Birdie vor seiner Tür, sie sucht Zuflucht und Joseph nimmt sie kurzerhand auf. Nach und nach gelingt es den beiden, sich gegenseitig den Halt zu geben, den sie jeweils dringend benötigen.
Elena Fischers Schreibstil ist wunderbar atmosphärisch, poetisch und melancholisch - es fühlte sich an, als wäre man mit auf Josephs Hof. Auch die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit haben mir hier sehr gefallen. Es ist eine leise Erzählung, die ohne große Spannung ganz gut auskommt. Das sollte man wissen. Von mir aber eine Empfehlung.