Eine Weihnachtsgeschichte der anderen Art
Joseph möchte sich aus Einsamkeit an Weihnachten das Leben nehmen, weil er ohne seine Frau Lis und seinen Sohn Samuel keinen Sinn mehr darin sieht.
Zum Glück klingelt jedoch die hilfsbedürftige Birdie bei ihm an der Tür, um die er sich rührend kümmert.
Diese Schicksalsgemeinschaft lässt Joseph sein Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie verpassten Chancen Revue passieren.
Elena Fischer erzählt den Roman "Wirf einen Schatten " in zwei gegeneinander verlaufenden Zeitsträngen. Während die Geschichte um Joseph und Birdie also ab Weihnachten vorwärts bis ins neue Jahr verläuft, wird gleichzeitig rückwärts erzählt, wie Lis ihn verlassen hat, wie sie einander kennengelernt haben und so fort.
Mich hat das Buch sehr berührt. Ich konnte mich gut in Joseph hineinversetzen und frage mich, ob es daran liegt, dass er mit seiner Gefühlswelt von einer Frau entworfen wurde.
Wir erfahren, dass Joseph stark durch den Unfalltod seines Bruders in der Kindheit traumatisiert worden ist und seitdem unter großen Verlustängsten leidet.
Aus lauter Angst, ein ebenso schlechter Vater zu werden wie sein eigener, ist er im Umgang mit Samuel wie gelähmt.
Die Geschichte spielt zwar Ende der 1950er bis Anfang der 1960er Jahre, jedoch werden immer wieder moderne Aspekte eingestreut wie aufflackernder Feminismus bei Birdie oder ein Anrufbeantworter, auf den Joseph spricht, was dem Buch in meinen Augen eine humorvolle Note verleiht.
Gelungen finde ich,wie Joseph seine Persönlichkeit entwickelt und entdeckt, dass er sich nicht nur passiv mit den Entscheidungen seiner Mitmenschen arrangieren muss, sondern sein Leben selbst in die Hand nehmen kann. So schlägt er Samuel vor, mit ihm ein Baumhaus zu bauen, sucht endlich die Nähe zu seinem Sohn, um ihm ein guter Vater zu sein.
Er tritt also aus dem Schatten seiner Eltern und seiner Frau hervor ins Licht, um fortan selbst einen Schatten zu werfen.
Diesen Roman empfehle ich allen, die nicht zu streng mit Anachronismen umgehen, sondern sich auf eine märchenhaft anmutende Geschichte einlassen können und wollen.
Ich habe mich jedenfalls wunderbar unterhalten gefühlt und gebe 4,5 von fünf Sternen.
Zum Glück klingelt jedoch die hilfsbedürftige Birdie bei ihm an der Tür, um die er sich rührend kümmert.
Diese Schicksalsgemeinschaft lässt Joseph sein Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie verpassten Chancen Revue passieren.
Elena Fischer erzählt den Roman "Wirf einen Schatten " in zwei gegeneinander verlaufenden Zeitsträngen. Während die Geschichte um Joseph und Birdie also ab Weihnachten vorwärts bis ins neue Jahr verläuft, wird gleichzeitig rückwärts erzählt, wie Lis ihn verlassen hat, wie sie einander kennengelernt haben und so fort.
Mich hat das Buch sehr berührt. Ich konnte mich gut in Joseph hineinversetzen und frage mich, ob es daran liegt, dass er mit seiner Gefühlswelt von einer Frau entworfen wurde.
Wir erfahren, dass Joseph stark durch den Unfalltod seines Bruders in der Kindheit traumatisiert worden ist und seitdem unter großen Verlustängsten leidet.
Aus lauter Angst, ein ebenso schlechter Vater zu werden wie sein eigener, ist er im Umgang mit Samuel wie gelähmt.
Die Geschichte spielt zwar Ende der 1950er bis Anfang der 1960er Jahre, jedoch werden immer wieder moderne Aspekte eingestreut wie aufflackernder Feminismus bei Birdie oder ein Anrufbeantworter, auf den Joseph spricht, was dem Buch in meinen Augen eine humorvolle Note verleiht.
Gelungen finde ich,wie Joseph seine Persönlichkeit entwickelt und entdeckt, dass er sich nicht nur passiv mit den Entscheidungen seiner Mitmenschen arrangieren muss, sondern sein Leben selbst in die Hand nehmen kann. So schlägt er Samuel vor, mit ihm ein Baumhaus zu bauen, sucht endlich die Nähe zu seinem Sohn, um ihm ein guter Vater zu sein.
Er tritt also aus dem Schatten seiner Eltern und seiner Frau hervor ins Licht, um fortan selbst einen Schatten zu werfen.
Diesen Roman empfehle ich allen, die nicht zu streng mit Anachronismen umgehen, sondern sich auf eine märchenhaft anmutende Geschichte einlassen können und wollen.
Ich habe mich jedenfalls wunderbar unterhalten gefühlt und gebe 4,5 von fünf Sternen.