Einfühlsam aber zu poetisch

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sandra71 Avatar

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Der Roman erzählt die bewegende Geschichte des jungen Bauern Joseph, dessen Leben nach der Trennung von seiner Frau Lis völlig aus den Fugen geraten ist. Seit sie mit ihrem gemeinsamen Sohn Samuel den abgelegenen Hof verlassen hat, lebt Joseph zurückgezogen und sieht keinen Sinn mehr in seiner Zukunft. Der Verlust nahestehender Menschen und die Einsamkeit treiben ihn an den Rand der Verzweiflung, sodass er am Weihnachtsabend beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Doch in diesem entscheidenden Moment klingelt eine junge Frau an seiner Tür. Sie nennt sich Birdie, wirkt verängstigt und benötigt dringend Hilfe. Joseph nimmt sie auf und übernimmt Verantwortung für sie. Durch ihre Anwesenheit beginnt sich sein Blick auf das Leben langsam zu verändern. Unterstützung erhält er außerdem von Ada, der Schwester seiner Frau, die ihm seit Jahren eine wichtige Vertraute ist. Auch Lis kehrt gelegentlich auf den Hof zurück, wodurch alte Konflikte und unausgesprochene Gefühle erneut an die Oberfläche kommen.
Im Verlauf der Handlung entwickelt sich aus der anfänglichen Begegnung eine Geschichte über Hoffnung, Heilung und den Mut, nach schweren Schicksalsschlägen wieder Vertrauen ins Leben zu fassen. Gleichzeitig sorgen Birdies geheimnisvolle Vergangenheit, die Nachforschungen der Polizei und das Auftauchen ihres gewalttätigen Vaters für Spannung.
Der Roman wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und setzt die einzelnen Lebensgeschichten nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Verlust, Einsamkeit, familiäre Beziehungen, Liebe und die Möglichkeit eines Neuanfangs. Mit einer ruhigen, einfühlsamen Erzählweise und viel psychologischem Feingefühl zeichnet die Autorin glaubwürdige Figuren, deren Entwicklung berührt und lange nachwirkt.