Elena Fischer die Zweite

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lesel93 Avatar

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Es ist Weihnachten 1963 und Bauer Joseph ist gerade kurz davor sich mit einem Gewehr eine Kugel in den Kopf zu jagen. Seine Ehefrau hat ihn samt des kleinen Sohnes verlassen. Im letzten Moment klopft es auf dem Einsiedlerhof an die Haustür: Birdy, eine junge Frau, angeschlagen und erschöpft, steht vor seiner Tür. Er nimmt sie auf und kümmert sich um sie, die Geschichte nimmt ihren Lauf, bei der auch seine Schwägerin Ada eine gewichtige Rolle spielt.
Elena Fischer überrascht mich. Eine junge Autorin, welche 1963 nicht ansatzweise erlebt hat, beschreibt das Innenleben eines Mannes, dessen Leben nicht mehr lebenswert erscheint. Eine Scheidung im bäuerlichen Umfeld der 60iger Jahre, eine Undenkbarkeit. Der Name Birdy oder ein selbstverständlicher privater Telefonanschuss passen nicht recht zur Jahreszahl. Ansonsten hielt mich die Verfasserin von der ersten bis zur letzten Seite bei der Sache.
Toller zweiter Roman der jungen Schriftstellerin.