Es ist nie zu spät für einen Neuanfang
Weihnachten 1963: Joseph hat beschlossen, sein Leben zu beenden. Er ist Bauer, seine Frau Lis hat ihn vor einigen Monaten gemeinsam mit dem vierjährigen Sohn Samuel verlassen. Einsam auf dem abgelegenen Hof zurückgeblieben, führt Joseph nur noch die notwendigsten Arbeiten durch.
Doch im letzten Moment platzt die schwerkranke Birdie in sein Leben, um deren Genesung er sich kümmern muss. Die zwanzigjährige junge Frau ist das genaue Gegenteil des wortkargen und zurückhaltenden Joseph. Sie weiß genau, was sie will, und nach anfänglichem Widerstand beginnt Joseph, sich von ihrer Entschlossenheit anstecken zu lassen. Außerdem ist da noch Ada, die ältere Schwester seiner Frau, die trotz der Trennung weiterhin an Josephs Seite steht.
In ruhigem, sehr poetischem Ton erzählt der Roman die Geschichte eines Mannes, der nie gelernt hat, über seine Gefühle zu sprechen. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, konnte Joseph den Erwartungen seines harten und empathielosen Vaters nie gerecht werden. Der Krieg, familiäre Tragödien und der Tod seiner Großmutter zwangen ihn schon früh in ein Leben, das er sich nie selbst ausgesucht hätte. In Rückblenden bis in das Jahr 1957 entfaltet sich nach und nach seine Geschichte und macht schließlich auch die Ursachen für das Scheitern seiner Ehe mit Lis verständlich.
Trotz dieses Hintergrunds und des hoffnungslos wirkenden Beginns ist der Roman keineswegs durchgängig düster. Vielmehr erzählt Elena Fischer sehr behutsam von einem Menschen, der Schritt für Schritt wieder einen Weg ins Leben findet. Gerade weil diese Veränderung langsam und ohne große dramatische Wendungen geschieht, wirkt sie besonders glaubwürdig.
Josephs spätes und oft unbeholfenes Bemühen um die Beziehung zu seinem kleinen Sohn sowie seine vorsichtige Annäherung an andere Menschen gehören für mich zu den stärksten Momenten des Romans.
Mich hat „Wirf einen Schatten“ vor allem durch seinen ruhigen, poetischen Ton und die glaubwürdige Entwicklung seiner Figuren überzeugt.
Doch im letzten Moment platzt die schwerkranke Birdie in sein Leben, um deren Genesung er sich kümmern muss. Die zwanzigjährige junge Frau ist das genaue Gegenteil des wortkargen und zurückhaltenden Joseph. Sie weiß genau, was sie will, und nach anfänglichem Widerstand beginnt Joseph, sich von ihrer Entschlossenheit anstecken zu lassen. Außerdem ist da noch Ada, die ältere Schwester seiner Frau, die trotz der Trennung weiterhin an Josephs Seite steht.
In ruhigem, sehr poetischem Ton erzählt der Roman die Geschichte eines Mannes, der nie gelernt hat, über seine Gefühle zu sprechen. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, konnte Joseph den Erwartungen seines harten und empathielosen Vaters nie gerecht werden. Der Krieg, familiäre Tragödien und der Tod seiner Großmutter zwangen ihn schon früh in ein Leben, das er sich nie selbst ausgesucht hätte. In Rückblenden bis in das Jahr 1957 entfaltet sich nach und nach seine Geschichte und macht schließlich auch die Ursachen für das Scheitern seiner Ehe mit Lis verständlich.
Trotz dieses Hintergrunds und des hoffnungslos wirkenden Beginns ist der Roman keineswegs durchgängig düster. Vielmehr erzählt Elena Fischer sehr behutsam von einem Menschen, der Schritt für Schritt wieder einen Weg ins Leben findet. Gerade weil diese Veränderung langsam und ohne große dramatische Wendungen geschieht, wirkt sie besonders glaubwürdig.
Josephs spätes und oft unbeholfenes Bemühen um die Beziehung zu seinem kleinen Sohn sowie seine vorsichtige Annäherung an andere Menschen gehören für mich zu den stärksten Momenten des Romans.
Mich hat „Wirf einen Schatten“ vor allem durch seinen ruhigen, poetischen Ton und die glaubwürdige Entwicklung seiner Figuren überzeugt.