Hat mich leider nicht überzeugt
„Paradise Garden“ war 2023 eines meiner Highlights, so dass ich nun sehr neugierig auf das neueste Werk von Elene Fischer war. Thematisch geht „Wirf einen Schatten“ in eine ganz andere Richtung: Der Roman spielt um den Jahreswechsel 1963/64, mit Rückblenden bis ins Jahr 1957. Joseph, Mitte 40, lebt seit seiner Geburt in einem kleinen Dorf, wo er den Hof seiner mittlerweile verstorbenen Eltern übernommen hat. Vor wenigen Monaten wurde er von seiner Frau Lis verlassen, die das Leben auf dem Land nicht mehr aushielt und mit dem gemeinsamen Sohn zurück in die Stadt zog. Joseph ist einsam, verletzt und verzweifelt, doch er hat nie gelernt, seine Gefühle auszudrücken. Als er am Weihnachtsabend mit seinem Leben abgeschlossen hat, steht plötzlich Birdie vor seiner Tür, eine junge fremde Frau, die seine Hilfe braucht.
Wie schon bei Elena Fischers Debüt gefällt mir auch hier von Beginn an ihr klarer, fein beobachtender Stil. Doch leider kann mich die Geschichte diesmal nicht überzeugen. Sich als relativ junge Autorin in die Gefühlswelt eines 1918 geborenen Mannes hineinzubegeben, ist gewagt, und es gelingt ihr meiner Ansicht nach nicht, diese glaubhaft zu vermitteln. Zu sehr spürt man bei Joseph, aber auch seiner Schwägerin Ada, Birdie und Lis, die moderne heutige Denkweise durch. Zudem ist bereits von Anfang an relativ klar, wie sich die Handlung entwickeln würde, so dass mich der Roman zu keiner Zeit überraschen konnte.
Wie schon bei Elena Fischers Debüt gefällt mir auch hier von Beginn an ihr klarer, fein beobachtender Stil. Doch leider kann mich die Geschichte diesmal nicht überzeugen. Sich als relativ junge Autorin in die Gefühlswelt eines 1918 geborenen Mannes hineinzubegeben, ist gewagt, und es gelingt ihr meiner Ansicht nach nicht, diese glaubhaft zu vermitteln. Zu sehr spürt man bei Joseph, aber auch seiner Schwägerin Ada, Birdie und Lis, die moderne heutige Denkweise durch. Zudem ist bereits von Anfang an relativ klar, wie sich die Handlung entwickeln würde, so dass mich der Roman zu keiner Zeit überraschen konnte.