Hoffnungsschimmer in der Einsamkeit

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Wirf einen Schatten ist ein Buch, welches sich um Joseph dreht. Einen Mann der im Nachkriegsdeutschland der sechsziger-Jahre alleine lebt, da er von Frau und Kind verlassen wurde.

Es beginnt direkt mit den Suizidgedanken von Joseph, die Verzweiflung und Einsamkeit wird dabei detailreich und anschaulich dargestellt.

Es kommt jedoch nicht zum Suizid (wäre ja ein kurzes Buch), da plötzlich Birdie vor der Tür steht, eine Ausreißerin die Joseph gar nicht kennt. Hinzu kommt noch Ada, die Schwester seiner Ehefrau, inklusive der komplexen und unterdrückten Gefühle.

Das Buch ist eine interessante Reise vom traurigen Beginn, die beinahe in Suizid endet, dann jedoch nach und nach Joseph "aufleben" und lebendiger werden lässt. In kleinen, gut beschriebenen Schritten wird dies deutlich rübergebracht. Schön finde ich dabei auch, die regelmäßigen Rückblicke in die Vergangenheit, da diese zeigen, wie es überhaupt zu dieser Situation kommen konnte. Auch das Aufblühen von Joseph und seine "Selbstwerdung" sind gut beschrieben, da er nicht plötzlich eine Veränderung durchmacht sondern nach und nach.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und man hat das Buch an einem Lesewochenende durch. Das Cover passt zu einem Hof der Sechzigerjahre.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, dass das Ende zu schnell kommt bzw. dass es nach Josephs Veränderung kein Kapitel mehr in seinem neuen Leben (mit den entsprechenden Leuten) gibt. Das hätte ich als schöne Abrundung der Geschichte empfunden.