Melancholisch und eindringlich

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lijani Avatar

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Die Geschichte beginnt an Heiligabend 1963 auf einem Bauernhof in den Bergen. Josephs Frau Lis hat ihm mit dem kleinen Sohn verlassen, und einsam und mutlos bereitet Joseph sich darauf vor, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Doch dann klopft die junge Birdie an seine Tür, und danke ihr und seiner Schwägerin Ada schöpft Joseph neuen Lebensmut.

Elena Fischers zweiter Roman nach "Paradise Garden" wird getragen von Melancholie. Es ist eine ruhige Erzählung, die davon lebt, das Gefühlsleben und das Dasein auf einem einsamen Bauernhof zu beschreiben. Die Natur, die das Leben zu jeder Jahreszeit bestimmt, wird hier zum wunderbaren Nebendarsteller.

Immer wieder gibt es Rückblenden, die zeigen, wie Joseph und Lis sich kennen- und lieben gelernt haben, aber auch, was letztlich dazu geführt hat, dass Lis es auf dem Hof nicht mehr ausgehalten hat.

Man kann das Buch sehr gut an einem Stück lesen. Es hat mich emotional zwar bei weitem nicht so berührt wie Fischers Debütroman, dennoch entwickelte die Geschichte eine fesselnde Atmosphäre. Wer einen ruhigen Erzählton mag, dem sei das Buch ans Herz gelegt.