Ohne Licht kein Schatten

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Der neue Roman von Elena Fischer empfängt den Leser mit einem stimmungsvollen, minimalistischen (,wie beim Diogenes Verlag immer) Buchcover und dem sehr passenden Titel „Wirf einen Schatten“, der direkt eine starke Aussagekraft mit sich bringt. Beides gefällt mir sehr gut und macht Lust auf diesen Roman.
Sobald ich in dieses Buch abgetaucht bin, habe ich auf dem Buchcover Joseph gesehen, der im Mittelpunkt dieser Geschichte steht. Elena Fischer erzählt uns eindringlich, mit getragener Stimmung von diesem Mann, der einige Altlasten mit sich herumschleppt, zu früh Vater geworden ist, von seiner Frau mit seinem kleinen Sohn verlassen wurde und nun all die Arbeit auf seinem Hof wieder alleine machen muss. Joseph verfängt sich in seiner inneren Starre und dem Gefühl aufgeben zu wollen, sein Leben erscheint ihm dunkel und verloren bis Birdie in sein Leben tritt. Birdie bringt frischen Wind mit, indem sie Joseph klar macht, dass er einen Schatten im Leben werfen darf. Doch für einen Schatten braucht es zuerst einmal Licht.
Mit nahbaren Charakteren, philosophischen Gedanken hat Elena Fischer mit „Wirf einen Schatten“ einen einfühlsamen Roman geschrieben. Beim Lesen darf man sich auf die getragene Stimmung einlassen und dann kann es ein emotionales Leseerlebnis werden.