Schreibstil gefällt mir nicht

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
lisaliestgern Avatar

Von

Im Herbst 1963: Joseph bewirtschaftet den Bauernhof seiner Eltern. Doch seine Frau Lis hat Probleme mit ihm und dem Landleben und verlässt Joseph zusammen mit dem gemeinsamen vierjährigen Sohn. Joseph ist verzweifelt. Wir erfahren, wie es ihm in den folgenden Monaten ergeht. Abwechselnd zu diesen Kapiteln läuft die Geschichte in größeren Sprüngen bis ins Jahr 1957 zurück. Ich fand Josephs Geschichte spannend und interessant. Was mir überhaupt nicht gefiel, war die pathetische, fast schon kitschige Schreibweise. Ein Beispiel: S. 217 "Doch dann, an einem schönen Sommermorgen, fährt der Schmerz in ihn, wie der Teufel in den Gottlosen." Solche Sätze, und es gibt genügend davon, gefallen mir absolut nicht. Der Schreibstil erinnert mich an billige, schnulzige Romane aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Auch die eingestreuten, kalenderspruchartigen Lebensweisheiten der verstorbenen Großmutter gingen mir auf die Nerven. Und ehrlich gesagt auch Joseph mit seiner Ernsthaftigkeit und Humorlosigkeit.
Deshalb gibt es von mir nur 3 von 5 Punkten für diesen gutgemeinten Roman.