sehr feinfühlig und dicht
"Wirf einen Schatten" von Elena Fischer
, erschienen im Diogenes Verlag , 304 Seiten
Heute erscheint das neue Buch der Autorin, ELENA FISCHER, die seit 2023 mit ihrem Debütroman "Paradise Garden" große Erfolge feiert!
In ihrem neuen Buch erzählt sie von Joseph. Joseph ist des Lebens müde; hat er doch in seinem Leben viele Menschen verloren. Als er 14 Jahre alt ist, ertrinkt sein Bruder bei einem Wettschwimmen mit ihm. Es folgen später seine nicht wirklich liebevollen Eltern und seine wunderbare Großmutter.
Nun hat sich auch noch seine Frau Lis von ihm getrennt und ist mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen.
Kurz bevor er sich das Leben nehmen will, steht Birdie bei ihm vor der Tür. Eine junge Frau, die auf der Flucht ist und der es nicht gut geht. Er nimmt sie bei sich auf.
Birdie und Ada, die Schwester von Lis, bringen ihn dazu, sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen und seinen eigenen Weg zu finden.
Diese dichte Familiengeschichte spielt in den 1960er Jahren - die Rollenbilder sind noch klar verteilt. Aufgebaut in zwei Zeitebenen, erfährt der/die Leser*in das genze Leben von Joseph. Es geht um Traumata, Schuldgefühle, Familie, Liebe und Sprachlosigkeit. Besonders Joseph ist sehr fein gezeichnet und man geht mit ihm durch die Höhen und Tiefen. Auch der fast poetische Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.
"Noch ist Frühling, noch speichert die Erde nicht die Wärme des Tages, noch stehen die Bäume nicht in voller Blüte. Doch der Sommer wartet schon auf der Schwelle. Demütig bittet er um Einlass wie ein Gast, der weiß, dass er zu früh ist" (Seite 258)
Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Dass es eine ganz andere Geschichte ist als der Debütroman, bzw. sich eine ganz andere Gefühlswelt entwickelt, finde ich ganz großartig. Meines Erachtens hat sich Elena Fischer in Ihrem Schaffen noch gesteigert. Große Leseempfehlung!
, erschienen im Diogenes Verlag , 304 Seiten
Heute erscheint das neue Buch der Autorin, ELENA FISCHER, die seit 2023 mit ihrem Debütroman "Paradise Garden" große Erfolge feiert!
In ihrem neuen Buch erzählt sie von Joseph. Joseph ist des Lebens müde; hat er doch in seinem Leben viele Menschen verloren. Als er 14 Jahre alt ist, ertrinkt sein Bruder bei einem Wettschwimmen mit ihm. Es folgen später seine nicht wirklich liebevollen Eltern und seine wunderbare Großmutter.
Nun hat sich auch noch seine Frau Lis von ihm getrennt und ist mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen.
Kurz bevor er sich das Leben nehmen will, steht Birdie bei ihm vor der Tür. Eine junge Frau, die auf der Flucht ist und der es nicht gut geht. Er nimmt sie bei sich auf.
Birdie und Ada, die Schwester von Lis, bringen ihn dazu, sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen und seinen eigenen Weg zu finden.
Diese dichte Familiengeschichte spielt in den 1960er Jahren - die Rollenbilder sind noch klar verteilt. Aufgebaut in zwei Zeitebenen, erfährt der/die Leser*in das genze Leben von Joseph. Es geht um Traumata, Schuldgefühle, Familie, Liebe und Sprachlosigkeit. Besonders Joseph ist sehr fein gezeichnet und man geht mit ihm durch die Höhen und Tiefen. Auch der fast poetische Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.
"Noch ist Frühling, noch speichert die Erde nicht die Wärme des Tages, noch stehen die Bäume nicht in voller Blüte. Doch der Sommer wartet schon auf der Schwelle. Demütig bittet er um Einlass wie ein Gast, der weiß, dass er zu früh ist" (Seite 258)
Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Dass es eine ganz andere Geschichte ist als der Debütroman, bzw. sich eine ganz andere Gefühlswelt entwickelt, finde ich ganz großartig. Meines Erachtens hat sich Elena Fischer in Ihrem Schaffen noch gesteigert. Große Leseempfehlung!