Spät gefunden
Elena Fischers zweiten Roman habe ich mehr oder minder in einem Rutsch gelesen. (Ich hatte mich darüber gefreut, das Leseexemplar zu bekommen, denn den ersten- „Paradise Garden“ fand ich großartig, ein modernes Märchen.) Auf zwei Zeitstrahlen erzählt sie durch Joseph die Geschichte seines Lebens bis zu einem Punkt, an dem vieles möglich scheint. (Mehr will ich nicht verraten.) Elena Fischers Sprache lässt Joseph nah sein, wir erleben alles durch ihn und seine Sinne. Das ist ein wichtiges Element, Joseph sieht, hört, spürt und schmeckt, und das ist sprachlich gut gelöst. Das Leseexemplar ist ein Probedruck. Später wird das Buch als Leinenband mit Schutzumschlag erscheinen. Bei dieser Geschichte macht das eine Menge aus. In Leinen gebunden wird die Erzählung gut in der Hand liegen, man kann dann über den Einband streichen und darüber nachsinnen. Und das ist nötig.