Traurige Wortlosigkeit

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
lesesuchti Avatar

Von

Joseph kann nicht gut reden, sich nicht gut erklären. Das ist schon sein ganzes Leben lang so und er verpasst die große Liebe, verliert Frau und Sohn, die ihn verlassen und so lebt er allein auf seinem Hof.
Erst die unkonventionelle Birdie holt ihn aus seiner Sprachlosigkeit heraus. Sie fällt buchstäblich in seine karge Einsamkeit und stellt sein Leben auf den Kopf. Und vielleicht kann ja doch noch alles gut werden? Denn auch eine verpasste Liebe kann nachgeholt werden. 
Mit großer Einfühlsamkeit und Liebe für ihre Figuren beschreibt Elena Fischer das Leben auf einem Hof in den 50er Jahren, als man über seine Gefühle noch nicht so gesprochen hat, wie man das vielleicht heute kann. 
Schon in Paradise Garden, ihrem großartigen Debüt, (nominiert für den Deutschen Buchpreis), schafft sie es, die Leser in den Bann zu ziehen und gefühlvoll-poetisch vom Leben der Protagonisten zu erzählen. 
Das Cover finde ich sehr ansprechend und auch farblich sehr schön. Es zeigt einen Mann auf einem Hügel in einer Blumenwiese, der in die Ferne schaut.