Während das Buch weitgehend ruhig dahinfließt, hat mich das Ende mit seiner feinfühligen Kraft dennoch einnehmen können
Nichts hält Joseph mehr, als er das Gewehr am Weihnachtstag bereitlegt, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Am Morgen hat er sich von seinem Vieh verabschiedet. Hat ihnen mehr Futter in die Traufen geschüttet, da er den Einödhof alleine bewirtschaftet, seit ihn seine Frau Lis und der kleine Sohn Samuel im Sommer verließen. Auf einmal klopft es an der Türe. Die junge Frau schafft es kaum über seine Schwelle, als sie zusammenbricht. Er holt die Hebamme, da sie nicht aufhört zu bluten und das Fieber hoch ist. So bessert sich langsam ihr Zustand und allmählich gewinnt er ihr Vertrauen. Birdie erzählt über die Flucht vor ihrer Familie und der ungewollten Schwangerschaft. Auch seine Schwägerin Ada, die eines Tages zu Besuch kommt, unterstützt sie. Allmählich findet die junge Frau wieder Freude am Leben. Doch sie wird von der Polizei gesucht, da sie im Jahr 1963 als 20jährige noch minderjährig ist. Im Dorf wird getratscht und es würde nicht lange dauern, bis ihr Aufenthalt entdeckt würde. So nimmt Ada Birdie mit nach Hause in die Stadt. Joseph ist wieder alleine und immer wieder versinkt er in Einsamkeit und Apathie.
Wer den Vergleich mit „Paradise Garden“ sucht, wird enttäuscht sein. Denn dieser Roman kommt eher auf leisen Sohlen daher und die junge Birdie ist kein rotzfrecher Teenager, sondern eine junge Frau, die in den biederen 60er-Jahren nach Selbstbestimmung sucht. Während das Buch weitgehend ruhig dahinfließt, hat mich das Ende mit seiner feinfühligen Kraft dennoch einnehmen können.
Wer den Vergleich mit „Paradise Garden“ sucht, wird enttäuscht sein. Denn dieser Roman kommt eher auf leisen Sohlen daher und die junge Birdie ist kein rotzfrecher Teenager, sondern eine junge Frau, die in den biederen 60er-Jahren nach Selbstbestimmung sucht. Während das Buch weitgehend ruhig dahinfließt, hat mich das Ende mit seiner feinfühligen Kraft dennoch einnehmen können.