Wenn das Leben einen Schatten wirft

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annemf Avatar

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Der junge Bauer Joseph ist einsam, seit ihn seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn Samuel verlassen hat. Sie erträgt das Leben und die Abgeschiedenheit auf dem Hof nicht mehr. Josephs Eltern tot und die geliebte Großmutter auch eingeschlafen, er sieht keinen Sinn mehr, die Arbeit auf dem Hof weiterzuführen. Er denkt an Suizid und will am Weihnachtsabend aus dem Leben scheiden. Den Finger schon am Abzug des Gewehrs hörte er plötzlich ein Klingeln an seiner Tür. Eine junge Frau namens erfundenem Namen Birdie, steht an seiner Tür und scheint sehr krank zu sein. Er kümmert sich um sie und hat plötzlich eine neue Lebensaufgabe.

Lis taucht auch hin und wieder auf dem Hof auf, aber nur um ihre letzten Sachen abzuholen. Samuel will das Baumhaus nicht und Joseph ist sehr enttäuscht. War er denn kein guter Vater? Der Selbsmord der Mutter, der Verlust des Bruders am See und das Verlassen seiner Frau mit dem Sohn lassen ihn verzweifeln. Eine Liebe zur Schwester seiner Frau, der er sich nicht traut, es zu gestehen. Er verdrängt es, aber Lis kommt nicht mehr zurück. Sie weiß davon.

Die Spannung steigt, als nach Birdie gefragt wird. Birdies Vater wird brutal. Ada und Birdie: Zwei starke Frauen wehren sich.

Die Geschichte wird abwechselnd in 2 Zeitsprüngen, Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Ein tiefgründiger Roman mit Schwerpunkt Leben auf dem Hof. Josephs Geschichte hat mich berührt, ein Mann der sehr wortkarg ist und alles mit sich alleine ausmachen muss und irgendwann keinen Lebensmut mehr hat. Als die richtigen Menschen in sein Leben traten, brachte er Mut auf, sich wieder dem Leben zu öffnen.

Joseph und Birdie habe ich ins Herz geschlossen, bei Ada dauerte es länger. Eine melancholische tiefgründige Erzählung, die mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ. Ein flüssiger Schreibstil ließ mich direkt in die Geschichte eintauchen. Das Ende lässt Fragen offen, ich habe besonders vermisst, wie es mit Birdie weitergeht.

Leseempfehlung meinerseits