Zu widersprüchlich

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clara_mag_norman Avatar

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Joseph ist allein auf dem Hof zurückgeblieben, nachdem seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn verschwunden ist. Er ist einsam und weiß nicht mehr weiter, denkt sogar über einen Selbstmord nach. Doch da erscheint Birdie, die plötzlich an seiner Tür klopft und seine Hilfe braucht. Und Birdie bringt die Dinge ins Rollen, denn Joseph fängt an zu reflektieren.
Das Buch startet verheißungsvoll, denn ich mag den Schreibstil, die Naturbeschreibungen, die Metaphern und das Düstere. Leider hat mich der Plot sehr schnell verloren. Etwas gekünstelt und konstruiert wird nach und nach eine Geschichte aufgerollt, die leider an den Haaren herbeigezogen ist. Auch der Charakter von Joseph ist nie ganz greifbar. Mal ist er zurückhaltend und nachdenklich, dann ist er plötzlich wieder sehr unsensibel. Diese Widersprüchlichkeit wirkte auf mich sehr unnahbar und deshalb distanziert. Ich konnte nicht wirklich mitfühlen. Auch das Leben am Hof war irgendwie unrealistisch dargestellt.
Daher hat mich der Roman leider recht schnell verloren und lediglich der angenehme Schreibstil konnte mich am Ball halten. Die Idee ist eigentlich schön, aber die Auflösung der Geschichte finde ich nicht gelungen.