Starke Protagonistin

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medienwoelfin Avatar

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Cornelia als Protagonistin hat mich direkt auf den ersten Seiten abgeholt. Ihre sarkastisch-ironische Art muss man einfach lieben. Sie ist stark und selbstbewusst, weiß aber auch, wann es besser ist, den Rückzug anzutreten. Dadurch ist sie keine „auf-Teufel-komm-raus“ mutige, unrealistische Protagonistin, der alles gelingt, wenn es drauf ankommt, sondern wirkt nahbar, mit Grenzen in ihrer Macht, und einfach interessant.
Auch Bishop ist ein faszinierender Charakter, den man lange Zeit schwer einschätzen kann. Was ist Show, was ist echt? Und welches seiner Ziele ist das, für das er alle anderen hintenanstellen würde?
Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm zu lesen und lässt einen direkt ins Geschehen eintauchen. Die Handlung selbst ist eine gute Mischung aus rasanten, spannenden Szenen und eher ruhigen Momenten, sodass es echt schwer fällt, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Es gibt einige unerwartete Wendungen und andere Entwicklungen, die man bei diesem Genre quasi erwartet. Und wenn man schon die eine oder andere Geschichte mit wölfischen Charakteren gelesen hat, erklären sich auch diese Momente, die etwas schnell und quasi konträr zum Charakter Cordelias wirken.
Das Ende des ersten Bandes kommt gewaltig und zwingt einen quasi dazu, auch Band 2 zu lesen. Denn so kann die Geschichte definitiv nicht aufhören.
Knapp 5 Sterne von mir.