Viel Potenzial, das mich leider nicht leider nicht ganz überzeugen konnte

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moony95 Avatar

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Der Klappentext von Witch of the Wolves hat mich sofort neugierig gemacht. Hexen, Werwölfe und eine düstere Welt voller Machtspiele. Das klang nach einer intensiven Fantasygeschichte mit viel Spannung. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen, auch wenn das Buch definitiv seine starken Momente hat.

Die Geschichte folgt Cordelia, die zu einer ungewöhnlich unabhängigen jungen Frau erzogen wurde, etwas, das in dieser Welt alles andere als selbstverständlich ist. Gerade dieser Aspekt hat mich zu Beginn sehr angesprochen. Auch der Einstieg in die Geschichte und die Grundidee der Handlung haben mich schnell neugierig gemacht.

Im Verlauf verschiebt sich der Fokus jedoch stark auf die Romance, während ich mir mehr Raum für die eigentliche Story, die Welt und die Konflikte gewünscht hätte. Dadurch hatte ich teilweise das Gefühl, dass einiges an Potenzial der Geschichte nicht vollständig genutzt wurde.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr flüssig lesen, wodurch ich gut in die Geschichte hineingefunden habe. Auch das Worldbuilding hat mir grundsätzlich gefallen. Besonders emotional konnte mich die Geschichte an einigen Stellen durchaus erreichen, auch wenn manche Reaktionen der Figuren für mich etwas erzwungen wirkten.

Cordelia selbst ist eine interessante Protagonistin, auch wenn ich mir stellenweise eine etwas stärkere, rebellischere Seite von ihr gewünscht hätte. Gleichzeitig gibt es einige Nebencharaktere und Wendungen, die der Geschichte zusätzliche Dynamik geben.

Insgesamt sehe ich in Witch of the Wolves viel Potenzial und einen soliden Auftakt. Auch wenn mich der erste Band nicht komplett überzeugen konnte, bin ich neugierig, wie sich die Geschichte in der Fortsetzung weiterentwickelt.